Von Richard Wagner zu Adolf Hitler

Varianten einer rassistischen Ideologie

2015. 259 S.
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ISBN 978-3-428-14543-0
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ISBN 978-3-428-54543-8
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ISBN 978-3-428-84543-9
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Beschreibung

Richard Wagners Antisemitismus ist seit über 160 Jahren in aller Welt stark umstritten. Die Einschätzungen reichen von einer humanitären und emanzipatorischen Interpretation, die jüdische Freunde Wagners zu dessen moralischer Entlastung anführen, über eine ausgeprägte Judenfeindschaft bis zur unmittelbaren Vorläuferschaft von Hitlers Rassismus. Was kann davon bei einer nüchternen Betrachtung als zutreffend angesehen werden? In diesem Buch wird versucht, die Anteile herauszufiltern, die die Wagnersche Judenfeindschaft mit dem nationalsozialistischen Rassismus verbinden, aber vor allem wird die Wirkungsgeschichte eines völkischen Rassismus, der in Bayreuth seit Wagners Tod 1883 bis zur Machtergreifung Hitlers 1933 immer mehr Anhänger fand, kritisch analysiert. Wagner, dessen Musik Hitler bis 1945 begeistert bejubelte, war zwar ein geistiger Initiator einer rassistischen Ideologie, aber das eigentliche Verbindungsglied zwischen Wagner und Hitler sind die Bayreuther Wagnerianer Cosima Wagner, Hans von Wolzogen, Houston Stewart Chamberlain, Winifred Wagner und viele andere Wagnerfans, die dem Nationalsozialismus nicht nur als künstlerische Steigbügelhalter dienten.

Inhaltsübersicht

Vorwort

1. Einleitende Gedanken

2. Thomas Manns ambivalenter Wagnerkult

3. Wagners früher Antisemitismus

4. Die spärlichen Reaktionen auf den Judenaufsatz von 1850

5. Die verstärkende antisemitische Rolle des Bayernkönigs Ludwig II.

6. Die heftige Kritik an und die Verteidigung von Wagners Judenthum 1869

7. Die zwiespältige Rolle von Cosima Wagners Antisemitismus

8. Houston Stewart Chamberlains Rassismus

9. Hitler als Wagnerianer

10. Hitler und Winifred Wagners Bayreuth

11. Können wir aus den Wagner-Interpretationen etwas lernen?

Literatur- und Personenverzeichnis

Pressestimmen

»Diese Untersuchung hat in diesem Sinn Inhalt und Grenzen von Wagners Wirkung auf die Nationalsozialisten differenzierend bestimmt und nachvollziehbar dargestellt.« Eberhard Zimmermann, in: Das Historisch-Politische Buch, Heft 4/2016

»Es ist deshalb zu begrüßen und angesichts der weltanschaulich-ideologischen, ästhetischen und kunst- wie kulturpolitischen Widerstände höchst verdienstvoll, dass in einer Zeit der fast ungebrochenen Wagnerverehrung diese Studie von Kiesewetter erschienen ist; er ist ein Polyhistor, der Typus eines Gelehrten, der in der heutigen Wissenschaftslandschaft selten geworden ist. Schon im Vorwort (S. 7-10) und in den Einleitenden Gedanken (S. 13-22) macht der Autor deutlich, welche Schwierigkeiten hierzulande bis heute bestehen, Wagners Judenhass sachlich zu behandeln. [...] Wenn man sich heutzutage mit den Unsäglichkeiten des fast ungetrübten Wagnerkultes auseinanderzusetzen sucht, dann erweist sich die Studie von Kiesewetter als grundlegend, grundsätzlich und unentbehrlich. [...] Die Frage, ob wir aus den Wagnerinterpretationen etwas lernen können, beantwortet Kiesewetter sachlich und wohlabgewogen.« Wolfgang Geier, in: Kultursoziologie, 2/2015

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