Die Schriftenreihe »Studien zum Medienrecht« versteht sich als publizistisches Forum zur Diskussion des Medienrechts in seiner gesamten Breite. Sowohl das öffentliche als auch das zivile Medienrecht unterliegen gegenwärtig einer besonderen Dynamik. Bezogen sich die Debatten im Medienrecht in der Vergangenheit in erster Linie auf die klassischen Mediengattungen wie den Rundfunk (Fernsehen und Hörfunk), die Presse und den Film, so führte die technisch veranlasste Konvergenz der Medien zur Entstehung der Neuen Medien, für die das Verschmelzen der traditionellen Medien und das Internet als Vermittlungsinfrastruktur charakteristisch sind. Die Medienbranche muss auf diese neuen Herausforderungen reagieren. Hieraus resultieren zahlreiche neue Rechtsfragen an die deutsche und europäische Medienrechtsordnung. Dies gilt insbesondere auch für den Persönlichkeitsrechtsschutz, der wegen der zunehmenden Verrohung privater und öffentlicher Kommunikation unter erheblichen Druck geraten ist. Die »Studien zum Medienrecht« beabsichtigen daher neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung aktueller Medienrechtsfragen, zugleich Anregungen und Vorschläge zur Modernisierung der Medienrechtsordnung zu formulieren.  

(Hrsg.)

Verfassungstheorie hat Konjunktur – als Reflexionsdisziplin der Verfassungsrechtswissenschaft ebenso wie als gemeinsames Projekt der Verfassungswissenschaften. Anfragen an das Konstitutionelle werden aus juristischer, historischer, soziologischer und philosophischer, aber auch in ökonomischer und politikwissenschaftlicher Sicht formuliert. Herausforderungen eines »Global Constitutionalism« lassen den Blick nach außen wenden und nach der Exportfähigkeit von Verfassung und Verfassungsidee im 21. Jahrhundert fragen. Reflexionen über die normative Kraft konstitutioneller Texte in einer fragmentierten Gemeinschaft multipler Normativitäten richten den Blick nach innen. Aus institutioneller Perspektive ist seit jeher zu ergründen, wer Hüter der Verfassung ist und wie Statik und Dynamik in der Fortentwicklung der verfassungsmäßigen Ordnung in Ausgleich gebracht werden können. Diesen und vielen weiteren Fragen verfassungstheoretischen Räsonnements will diese Reihe einen Ort und die Gelegenheit zu Antworten geben. In ihr veröffentlicht werden die Vorträge, die im Rahmen der »Verfassungstheoretischen Gespräche BO/BN« seit 2019 abwechselnd an der Ruhr-Universität Bochum und an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn stattfinden, deren gemeinsame Ausrichter sie sind.


Auch wenn die Rechtsvergleichung traditionell eher im Privatrecht beheimatet ist, so lässt sich beobachten, dass auch im öffentlichen Recht zunehmend rechtsvergleichend gearbeitet wird – nicht zuletzt bedingt durch die europäische Integration. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wurde die Schriftenreihe »Studien zum vergleichenden öffentlichen Recht / Studies in Comparative Public Law« 2017 ins Leben gerufen. Sie bietet rechtsvergleichenden Arbeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Rechts ein Forum und steht Dissertationen, Monographien sowie Tagungsbänden offen.

Sprache und Recht bilden ein etabliertes Thema. Bisher wurde die Sprache entweder unter- oder überschätzt. Unterschätzt wurde sie von den Juristen, die glaubten mit ihrer eigenen Sprachkompetenz alle Probleme lösen zu können. überschätzt von den Theoretikern des linguistic turn, die glaubten mithilfe der Sprache juristische Argumentation ersetzen zu können. Durch die Erweiterung und Vertiefung der sprachlichen Reflexion zu medialer Reflexion eröffnet sich ein mittlerer Weg. Dieser versteht die Sprache weder als Hilfsmittel noch als Allheilmittel, sondern untersucht die Verknüpfung von sozialer Macht und Recht in der Sprache.Gegenstand der Reihe »Sprache und Medialität des Rechts« (SMR) ist die sprachliche und mediale Verfasstheit von Recht. Im Fokus stehen die multimodalen Handlungsmuster, -verfahren und -routinen, die Recht und Rechtlosigkeit in unterschiedlichen Kulturen, Epochen und technischen Mediensettings konstituieren, reproduzieren oder verändern. Besonderes Augenmerk gilt dabei den institutionalisierten Formen sprachlicher Interaktion und juristischer Textarbeit in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Exekutive (Verwaltung, Polizeien u.a.); grenzüberschreitende Kooperation (inter- und transnationales Recht) und Mehrsprachigkeit; Verrechtlichung des Digitalen und Digitalisierung des Rechtlichen.Die Reihe versteht sich als Beitrag zur interdisziplinären, rechtslinguistischen Theorie, Empirie und Praxisdokumentation und wendet sich gleichermaßen an Rechts- und Sprachwissenschaftler, Philosophen und Soziologen, Medien(kultur)- und Kommunikationswissenschaftler. Die Reihenherausgeber laden ein zu Manuskriptvorschlägen, seien es thematisch einschlägige Monographien (z.B. Qualifikationsschriften) oder Gemeinschaftspublikationen (z.B. Tagungsdokumentation). Eingereichte Manuskripte werden sowohl von den Reihenherausgebern als auch durch mindestens ein weiteres externes Votum begutachtet.

Die »Deutschen Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts« erscheinen seit 1919 im Auftrag der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und stellen somit die älteste Quelleneditionsreihe zur neuesten Geschichte und zur Zeitgeschichte Deutschlands dar. Anfänglich thematisch nur auf das 19. Jahrhundert beschränkt, bringen sie seit 1957 auch wichtige historische Texte zur Geschichte des 20. Jahrhunderts heraus. Vertreten sind alle Arten von Geschichtsquellen wie etwa Briefsammlungen und Einzelkorrespondenzen, politische Denkschriften, Memoiren, Tagebuchaufzeichnungen und diplomatische Berichte. Dabei handelt es sich nicht nur um Quellentexte zur politischen Geschichte im engeren Sinne, sondern auch zur Wirtschafts- und Militärgeschichte sowie ebenfalls zur Geschichte der historischen Wissenschaften. Inzwischen wurden und werden in der Reihe der »Deutschen Geschichtsquellen« Texte aus zwei Jahrhunderten deutscher Geschichte erfasst – von der Umbruchs- und Reformära um 1800 bis zur zweiten Nachkriegszeit. Ausführliche Einleitungen, umfassende Bibliographien und Register erleichtern die historische Einordnung und wissenschaftliche Nutzung der in den Bänden der Reihe präsentierten Quellentexte durch die Geschichtswissenschaft.

As a consequence of the great many differences between the national insurance laws in Europe there is, as yet, no European Single Market in the insurance sector. Consequently, the harmonization of European insurance law is on the agenda of scholarship and on the political agenda. However, in order to harmonize law, one first has to understand the existing differences between the national legal systems. The method of comparative legal history wants to introduce a historical perspective to explaining today's differences. The differences which we observe today are the product of a historical development. In order to harmonize law one has to understand these historical developments. Yet, research in the history of insurance law has fallen into neglect. The series »Comparative Studies in the History of Insurance Law« wants to overcome this state of research and it is a forum bringing together research in the comparative legal history of insurance law.
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