Umweltökonomische Konzeptionen bei ökologischer Unsicherheit
1998. Tab., Abb.; 235 S.
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ISBN 978-3-428-09246-8
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Beschreibung

Angesichts der Komplexität des ökologischen Systems ist oft der Kausalzusammenhang zwischen Emission und Schädigung unbekannt, es herrscht also ökologische Unsicherheit. Die Arbeit untersucht, wie umweltökonomische Konzeptionen zu bewerten sind, die Hinweise für den Umgang mit ökologischer Unsicherheit ableiten.

Zuerst wird aus einer naturwissenschaftlichen Betrachtung von Umweltschäden eine Taxonomie der ökologischen Unsicherheit abgeleitet, die eine differenzierte Beurteilung der Anwendbarkeit von Umweltpolitik bei ökologischer Unsicherheit zuläßt. Zentral ist hierbei die Unterscheidung in ökologisches Risiko (dem Auftreten von Umweltschäden können Wahrscheinlichkeiten zugeordnet werden) und ökologische Ungewißheit (Umweltschäden treten völlig überraschend auf). Anschließend wird die optimale Eingriffstiefe in die Natur analysiert, wobei unterstellt wird, daß die Entscheidungsinstanz katastrophenavers ist. Weiterhin werden die gängigen Bewertungskriterien umweltökonomischer Instrumente im Hinblick auf ökologische Unsicherheit modifiziert und um den Prüfstein ergänzt, ob eine Konzeption Anreize zur Erforschung der ökologischen Unsicherheit hervorruft.

Im Hauptteil der Arbeit werden fünf umweltökonomische Ansätze (Quasi-Optionswert, allgemeine Risikoprämie, innovationsorientierte Umweltpolitik, Haftungsrecht und Umweltkautionen) vorgestellt und nach den entwickelten Kriterien bewertet. Als ein wichtiges Ergebnis ist hervorzuheben, daß die Anwendbarkeit der Konzeptionen deutlich differiert. Im Hinblick auf Effizienz gilt, daß eine Konzeption, die im Kontext von ökologischem Risiko effizient ist, beim Vorliegen ökologischer Ungewißheit zu Ineffizienzen führen kann. Weiterhin läßt sich ein trade-off ableiten zwischen der Breite der Anwendbarkeit einer Konzeption und der Möglichkeit, Aussagen zu ihrer Effizienz zu treffen.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: 1. Einleitung - 2. Ökologische Unsicherheit aus naturwissenschaftlicher Perspektive: Wirkungen von Chemikalien auf den Menschen - Waldsterben - Ozonschichtzerstörung - Klimakatastrophe - Störfälle in Kernkraftwerken - Eine Taxonomie der ökologischen Unsicherheit - 3. Ökonomische Bewertungskriterien bei ökologischer Unsicherheit: Optimale Eingriffstiefe in die Natur - Entscheidungen bei Risiko und bei Ungewißheit - Untersuchungkskriterien für Konzeptionen bei ökologischer Unsicherheit - 4. Staatliche Umweltpolitik I: Risikoprämien: Optionswert - Quasi-Optionswert - Allgemeine Risikoprämie - Bewertung der Risikoprämien - 5. Staatliche Umweltpolitik II: Innovationsorientierte Umweltpolitik: Herkunft und Entwicklung der innovationsorientierten Umweltpolitik - Technologiewahl - Rolle der Umweltpolitik - Bewertung der innovationsorientierten Umweltpolitik - 6. Marktlösung: Weiterentwicklung des Haftungsrechts: Das Grundmodell der Haftung - Einschränkungen der Haftung durch Wirkungsbrüche - Möglichkeiten der Reduzierung von Wirkungsbrüchen - Bewertung des Haftungsrechts - 7. Neue Wege: Umweltkautionen: Funktionsweise von Umweltkautionen - Bewertung von Umweltkautionen - 8. Ergebnisse der Arbeit - Literatur- und Sachverzeichnis

Pressestimmen

»Mit der vorliegenden Studie wird zweifellos umweltökonomisches Neuland betreten. Sie verknüpft in verdienstvoller Weise die fachökologischen Erkenntnisse über umweltinterne Unsicherheiten mit fachökonomischen Konzepten zur Behandlung von Entscheidungen unter Unsicherheit und versucht beides für eine umweltökonomische Instrumentendiskussion fruchtbar zu machen.« Frank Beckenbach, in: Ökologisches Wirtschaften, 2/1999

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