Persönlichkeitsschutz durch Haftungsrecht
2001. 226 S.
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ISBN 978-3-428-10198-6
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ISBN 978-3-428-50198-4
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Beschreibung

Jedermann hat das Recht, seine Privatsphäre in der Presse gegen ein Honorar zu vermarkten. Verletzt die Presse z. B. durch die Veröffentlichung erfundener "Exklusivinterviews" dieses Vermarktungsrecht, so müssen die hieraus erzielten Gewinne den Betroffenen zustehen. Der Autor zeigt erstmals detailliert auf, daß das Recht zur Darstellung des Privaten den Betroffenen vermögenswert zugewiesen werden kann. Wie auch in anderen europäischen Rechtsordnungen führt die Verletzung dieses Rechts neben einem Schmerzensgeldanspruch zur Abschöpfung des materiellen Verletzervorteils. Der Caroline-von-Monaco-Rechtsprechung zufolge soll die Presse allerdings die erzielten Gewinne nicht herausgeben, sondern aus Präventionsgründen lediglich ein erhöhtes Schmerzensgeld zahlen müssen. Mit dieser Verengung auf das Schmerzensgeld läßt sich die Abschöpfung von Gewinnen in Millionenhöhe nicht sinnvoll erreichen. Ein Blick auf den Präventionsgedanken im deutschen wie auch im anglo-amerikanischen Recht zeigt die Widersprüche dieses der Zivilstrafe verwandten Gedankens und wirft die Frage auf, warum gerade im Persönlichkeitsrecht die Neigung besteht, mit Abschreckung zu argumentieren. Ausführungen zur Vollstreckbarkeit von punitive damages vor dem Hintergrund der Monaco-Rechtsprechung runden die Arbeit ab.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: Einleitung - 1. Kapitel: Hintergrund der BGH-Entscheidung Caroline von Monaco: Vermarktung von Prominenz durch die Medien - Beispiel einer Zwangsvermarktung: Der Fall Caroline von Monaco - Die einzelnen Schutzmöglichkeiten - 2. Kapitel: Zwangsvermarktung als Verletzung eines vermögenswerten Persönlichkeitsrechts: Notwendigkeit einer kommerziellen Präformierung? - Der Anspruch auf Herausgabe des Verletzervorteils - Zusammenfassung 2. Kapitel - 3. Kapitel: Persönlichkeitsschaden und Prävention: Das Revisionsverfahren im Fall Caroline von Monaco - Die Funktion eines "Präventions"-Schmerzensgeldes - "Prävention" als typisches Argument in Persönlichkeitsfällen - Zusammenfassung 3. Kapitel - 4. Kapitel: Abschreckung durch punitive damages im anglo-amerikanischen Rechtskreis: Entstehung: Entschädigung für Persönlichkeitsschaden - Die heutige Lage in England - Punitive damages in den USA - Vergleich mit dem "Präventions"-Schmerzensgeld - Zusammenfassung 4. Kapitel - 5. Kapitel: Vollstreckbarkeit von punitive damages nach dem Monaco-Urteil?: Die Rechtslage vor dem Monaco-Urteil - Rechtslage nach dem Monaco-Urteil - Ergebnis: Vollstreckbarkeit als Ausnahmefall - Gesamtergebnis - Literaturverzeichnis - Personenverzeichnis - Sachwortverzeichnis

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