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Wahlen in Deutschland
1998. Tab., Abb.; 248 S.
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Beschreibung

Eine klassische Definition für "Demokratie" lautet in Übereinstimmung mit Art. 20 Abs. 2 des Grundgesetzes: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen [...] ausgeübt." Das eine Wort "Wahlen" läßt vielfältige, im Ergebnis höchst unterschiedliche Ausgestaltungen des Wahlrechts zu, angefangen mit der relativen Mehrheitswahl bis hin zur reinen Verhältniswahl. Die Möglichkeiten dazwischen sind Legion.

Die deutsche Verfassungsgeschichte veranschaulicht das Gesagte ganz konkret. Jede der großen Zäsuren hatte ein anderes Wahlrecht zur Folge. Galt im Kaiserreich die absolute Mehrheitswahl, so in der Weimarer Republik die (fast) reine Verhältniswahl. Das jetzt geltende Wahlrecht wird personalisierte Verhältniswahl mit Fünfprozenthürde genannt. Die deutschen Diktaturen wollten nicht auf den demokratischen Anstrich verzichten und inszenierten Veranstaltungen, die die Bezeichnung "Wahlen" trugen. Ob es korrekt ist, auf die Anführungszeichen zu verzichten, darüber sind die Meinungen geteilt, je nachdem, ob ein technischer Wahlbegriff akzeptiert wird.

Die Beiträge des Sammelbandes behandeln wichtige Aspekte des Wahlrechts allgemein, des deutschen Wahlrechts im besonderen und der deutschen Wahlrechtsgeschichte.

Inhaltsübersicht

Inhalt: E. Jesse, Maßstäbe zur Bestimmung demokratischer Wahlen - W. Kaltefleiter, Die Wirkungsweise von Wahlsystemen - D. Nohlen, Wahlsysteme im Vergleich - O. Jung, Wahlen und Abstimmungen im Dritten Reich 1933-1938 - K. Löw, Wahlen und Abstimmungen in der SBZ und in der DDR - H. M. Kloth, Die letzte DDR-Wahlrechtsreform von 1988/89 - H.-J. Bücking, Der Streit um Grundmandatsklausel und Überhangmandate - J. Singhammer, Das allgemeine Wahlrecht in der Diskussion - J. W. Falter, Das Wahlverhalten in den alten und den neuen Bundesländern bei der Bundestagswahl 1994

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