Pressemitteilung

Das neue Referenzwerk im »Hohenzollern-Streit« erscheint im August 2021 bei Duncker & Humblot

In »Der Kronprinz und die Nazis. Hohenzollerns blinder Fleck« beleuchtet der Historiker Lothar Machtan die Rolle des letzten deutschen Kronprinzen Wilhelm von Preußen während der entscheidenden Jahre des nationalsozialistischen Aufstiegs zur Macht. Das Buch wartet mit einer Fülle bislang unbekannter Quellen und neuen Erkenntnissen auf.

Haben die Hohenzollern Anspruch auf Entschädigung für die Enteignungen der sowjetischen Besatzungsmacht nach 1945? Oder haben sie ihr Recht verwirkt, da ihr damaliges Oberhaupt dem NS-Regime »erheblichen Vorschub« leistete? Über diese letztlich nur gerichtlich zu klärende Frage wird künftig keine sachkundige Debatte mehr möglich sein, ohne »Der Kronprinz und die Nazis« gelesen zu haben. Denn kein Historiker ist dem ältesten Kaisersohn je nähergekommen als Machtan in seinem ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Geschichtsstück. Auf Basis zahlreicher neuer Dokumente – insbesondere aus dem selbst zum Politikum avancierten Hausarchiv der Hohenzollern – gelingt es dem Autor, die Gedanken- und Gefühlswelt des ehemaligen Thronfolgers schlüssig zu rekonstruieren und sein politisches Wirken und Wollen in einer Schwellenzeit der jüngeren deutschen Geschichte gekonnt in Szene zu setzen.

Termine: Ab Ende Mai liegen die ersten noch nicht korrigierten Fahnen vor; ab Ende Juli sind Vorabexemplare des Buches verfügbar.

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Cover Der Kronprinz und die Nazis

Hohenzollerns blinder Fleck

»… wenn ich zum Reichspräsidenten gewählt würde, und ich Hitler zum Reichskanzler mache. Dann habe ich das Heft in Händen« – so träumte der letzte deutsche Kronprinz Wilhelm von Preußen im Januar 1932. Doch war er nicht der einzige Akteur auf der radikalen Rechten, der sich zu Beginn der 1930er Jahre mit den mächtig aufstrebenden Nazis politisch arrangieren wollte. Lothar Machtan spürt dieser Gemengelage informeller Machenschaften mit sensationellem Quellenmaterial nach, ohne die sich nicht begreifen lässt, wie es am 30. Januar 1933 überhaupt zu Hitlers Reichskanzlerschaft kommen konnte. Der Autor lässt die zentralen Akteure aus Ego-Dokumenten direkt zu uns sprechen und kommt damit den Geschehnissen so nah wie möglich. Ein faszinierendes Kammerspiel politischer Kungelei, bei dem der Hauptprotagonist in immer neuen Rollen auftritt und doch unbelehrbar einer Konstanten folgt: der utopischen Vorstellung, mit Hitler den gestürzten Hohenzollernthron wiederaufrichten zu können.

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