Wirtschaftswissenschaft im Dienste der Verteilungs-, Geld- und Finanzpolitik

Festschrift für Alois Oberhauser zum 70. Geburtstag

2000. Frontispiz, Tab., Abb.; 643 S.
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ISBN 978-3-428-09949-8
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Description

Die vorliegende Festschrift widmen Freunde, Schüler und Kollegen dem Finanzwissenschaftler Alois Oberhauser zu seinem 70. Geburtstag. Alois Oberhauser hat sich in seiner breit gefächerten wissenschaftlichen Arbeit stets darum bemüht, die staatliche Wirtschafts- und Finanzpolitik bei aller theoretischen Orientierung mit nüchternem Blick für die praktische Umsetzung zu analysieren.

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Freiburg und Münster, wo er 1955 promovierte, wechselte Alois Oberhauser als Assistent von Horst Jecht an die Universität München. Dort habilitierte er sich 1962 mit einer Arbeit über "Finanzpolitik und private Vermögensbildung". 1963 übernahm er den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, den er trotz mehrerer Rufe an andere Universitäten bis zu seiner Emeritierung innehatte.

Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit war Alois Oberhauser in verschiedenen wissenschaftlichen Gremien aktiv. Hervorzuheben ist die Mitgliedschaft im Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium der Finanzen sowie in der Transfer-Enquête-Kommission der Bundesregierung (1977 bis 1981). Darüber hinaus ist er Mitglied im Ausschuß für Finanzwissenschaft, den er von 1994 bis 1997 als Vorsitzender leitete, sowie im Ausschuß für Geldtheorie und Geldpolitik des Vereins für Socialpolitik.

Die Hauptforschungsgebiete von Alois Oberhauser liegen in den Bereichen der öffentlichen Finanzen, der Geldpolitik sowie der Sozial- und Verteilungspolitik. In theoretischer Hinsicht dominiert die makroökonomische Ausrichtung, die im Anschluß an die keynesianische Theorie und speziell die kaldorianische Verteilungstheorie auf strenger Beachtung der Kreislaufzusammenhänge und realistischer Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Finanzierungsvorgänge besteht. In wirtschaftspolitischer Hinsicht sind die Arbeiten vor allem durch die Verteilungsproblematik geprägt. Alois Oberhauser ist einer der wenigen Nationalökonomen, die ihre wissenschaftliche Arbeit mit einem ausgeprägten und engagiert vertretenen Solidaritätsideal verknüpfen. Für die Förderung der Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand und für den Familienlastenausgleich in Deutschland ist er mit seinen Analysen eine der wichtigen akademischen Stützen. Mit den Beiträgen der Festschrift versuchen die Autoren, der Breite des wissenschaftlichen Werkes und der dazugehörigen kontroversen Standpunkte aus Wissenschaft und Politik Rechnung zu tragen.

Overview

Inhalt: G. Blümle, Norm oder ökonomisches Gesetz? Eine grundsätzliche Frage, diskutiert am Vergleich der Einkommensverteilung in Deutschland und Frankreich - A. Greiner / H. Hanusch, Einkommensumverteilung und Wirtschaftswachstum - W. J. Mückl, Über den Einfluß der Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer auf die Bildung und Verteilung des Vermögens - H. Lampert, Vermögenspolitik aus der Sicht wirtschaftlicher Entwicklung - K.-D. Grüske, Globalisierung und Vermögensverteilung. Gilt der "U-turn" auch für Deutschland? - A. Bohnet / S. Heck, Ausgewählte Verteilungswirkungen der Finanztransfers zwischen West- und Ostdeutschland nach der deutschen Vereinigung - W. Steden, Die Rolle güterspezifischer Gerechtigkeit in der Finanzwissenschaft - R. Lüdeke, Vom Familienlastenausgleich zum Elternleistungsausgleich: Von der interpersonellen Bedarfsgerechtigkeit zur intergenerativen Leistungsgerechtigkeit - M. Wingen, Neu- und Höherbewertung der familiären Erziehungsarbeit als familienpolitische Aufgabe in der EU - S. Hauser / C. Paulus, Grundlegende Aspekte einer Sozialpolitik unter theorietechnischen Aspekten und im Kontext der Globalisierung - W. Albers, Die Zukunft der Alterssicherung - H. Bonin / B. Raffelhüschen, Sozialtransfers und Bildungsausgaben in der demographischen Zwickmühle - G. Kleinhenz / G. Kühlewind, Arbeitsmarkt, Soziale Sicherung und Vermögensbildung: Ein grundlegender Zusammenhang für die Zukunftsfähigkeit des deutschen Ordnungsmodells der Sozialen Marktwirtschaft - H. Jenkis, Objekt- oder Subjektförderung? Versuch einer Klärung des umstrittenen wohnungspolitischen Instrumentariums - O. Gandenberger, Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Zur Kritik der Vertreter des Generational Accounting am Konzept des Staatsdefizits - J. Hackmann, Die unterlassene Besteuerung der Nutzungswerte selbstgenutzten Wohnungseigentums: Vergebene Reformpotentiale - H. Söhn, Ehegattensplitting und Verfassungsrecht - T. J. F. Riha, Fiscal Separation, Decentralisation and Federation in Queensland (1859-1949) - H. Fehr / W. Wiegard, Gesamtwirtschaftliche Wirkungen einer Wertschöpfungsteuer (und einiger Alternativen) - W. Scherf, Die Bedeutung der Nivellierungshebesätze im kommunalen Finanzausgleich - H. Ehrenberg, Wirksame Verbesserung der Beschäftigung durch konjunkturgerechte und mit der Geldpolitik koordinierte Wirtschafts- und Finanzpolitik - P. Klemmer, Deutschland im europäischen Konjunkturverbund - F. L. Sell, Negative Angebotsschocks, Lokomotivthese und internationale Politikkoordination - R. Caesar, Das neuseeländische "Notenbank-Modell": Hintergründe, Konzept, Erfahrungen - H.-H. Francke, Geld- und fiskalpolitische Probleme öffentlicher Kreditnahme in der EWU

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