Vorbeugende Selbstverteidigung im Völkerrecht

Eine systematische Ermittlung des gegenwärtigen friedenssicherungsrechtlichen Besitzstandes aus völkerrechtsdogmatischer und praxisanalytischer Sicht

2012. Tab., Abb.; 490 S.
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ISBN 978-3-428-13868-5
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ISBN 978-3-428-53868-3
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ISBN 978-3-428-83868-4
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Description

Gestattet das Völkerrecht den Staaten einen gewaltsamen Erstschlag als »vorbeugende Selbstverteidigung«? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen? Auf diese auch weltpolitisch brisanten Fragen möchte der Autor eine völkerrechtliche Antwort geben. Dies geschieht in sukzessiven logischen Einzelschritten: Zunächst werden bestehende begriffliche Konfusionen beseitigt, der Untersuchungsgegenstand exakt definiert sowie der aktuelle Diskussionsstand dargestellt. Sodann wird mit Hilfe zuvor hergeleiteter theoretischer Rahmenbedingungen das Völkervertrags- und Gewohnheitsrecht der letzten 200 Jahre ausgewertet. Beachtung finden dabei auch bislang kaum thematisierte, jedoch völkerrechtlich vorgegebene Methoden wie der rechtslinguistische Vergleich aller fünf autoritativen Sprachfassungen von Art. 51 SVN. Die Gesamtanalyse ergibt, dass vorbeugende Selbstverteidigung legal ist, wenn ein Angriff zeitlich unmittelbar bevorsteht oder die Wahrscheinlichkeit eines jederzeitigen Angriffs evident ist.

Ausgezeichnet mit dem Ehrhardt-Imelmann-Preis 2013 und dem Osborne Clarke Promotionspreis für Internationales Recht 2012 der Universität zu Köln.

Overview

1. Teil: Einleitung

1. Kapitel: Vorbemerkungen und Rahmenbedingungen

2. Teil: Theoretische Grundlagen zu vorbeugender Selbstverteidigung im Völkerrecht

2. Kapitel: Terminologie
3. Kapitel: Von reaktiver zu vorbeugender Selbstverteidigung
4. Kapitel: Der aktuelle Diskussionsstand

3. Teil: Vorbeugende Selbstverteidigung im geltenden Völkerrecht – Bestandsaufnahme und Rechtsermittlung

5. Kapitel: Allgemeine Vorgaben zur Rechtsermittlung
6. Kapitel: Vorbeugende Selbstverteidigung vor Gründung der Vereinten Nationen
7. Kapitel: Vorbeugende Selbstverteidigung im mehrsprachigen Kontext von Art. 51 SVN
8. Kapitel: Die Praxis im modernen Völkerrecht

4. Teil: Abschluss der Untersuchung

9. Kapitel: Zusammenfassung und Ausblick

Summary: Preventive Self-Defence in International Law

Literatur-, Dokumenten- und Rechtsprechungsverzeichnis

Personen- und Sachregister

Press Reviews

»Das methodische Vorgehen, das sauber zwischen den verschiedenen Rechtsquellen unterscheidet, ist beispielhaft. Beeindruckend ist insbesondere die Auslegung von Art. 51 UN-Charta [...].« Dr. Robert Frau, in: Die Öffentliche Verwaltung, 21/2013

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