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Verschüttete Soziologie

Zum Beispiel: Max Graf zu Solms

1996. Abb.; IV, 307 S.
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Description

Max Graf Solms' Beitrag zur Konstitution der Soziologie als Einzelwissenschaft ist einer der letzten großen Versuche, die Soziologie auf ein begrifflich-theoretisches Fundament im Areal einer allgemeinen sozialen Anthropologie zu stellen. Sein wissenschaftliches Arbeiten verstand Solms "als Hinführung zu einer umfassenden Soziallehre, die er als kritischen oder solidaristischen Individualismus bezeichnete, 'in gleicher Weise fundiert auf dem Humanitätsgedanken, wie auf echter Demokratie als sittlichem Postulat'".

Sein Werk, obwohl nur an der Peripherie der Soziologie angesiedelt, bietet zwar keinen direkten Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme, aber es stellt zu ihrem Verständnis bestmögliche Voraussetzungen bereit, die offenzulegen die erste Gruppe der Beiträge des Buches "Verschüttete Soziologie" beabsichtigt: Die Darstellung der Gesellungslehre von Solms, die Würdigung des methodologischen Status, die Demonstration, daß die Lektüre des Werkes ganz unzeitgemäß zu erfolgen habe, geben detaillierte Handreichungen für die Entdeckung einer diffizilen soziologischen Architektur. Deren Baumeister wird von der zweiten Gruppe in den Mittelpunkt gerückt, während die dritte Solms' Position in der Etablierung der Disziplin in Marburg und in Deutschland, sein Engagement als Hochschullehrer und seine politischen Aktivitäten vor und nach dem Zweiten Weltkrieg thematisiert.

Im Anhang werden der Nachlaß Solms' gesichtet, die Lehrveranstaltungen verzeichnet und kleinere unzugängliche sowie nicht veröffentlichte Texte gesammelt, die für die Argumentationen der Beiträge von Gewicht sind.

Overview

Inhalt: H. Claas / R. Fechner, Der erste seines eigenen Weges - H. Lüdtke, Max Solms' Gesellungslehre. (Wieder-)Entdeckung und Versuch einer Würdigung - P.-U. Merz-Benz, Das ordnende Überblicken der Menschengruppen. Die geistesgeschichtlichen Wurzeln des Denkens von Max Graf zu Solms - T. Pfaff, Solms' Gesellungslehre. Eine Einführung - K. Pfaff, Viel lernend wissen; viel zweifeln! - F. Fuchs, "Man darf aber im Leben nicht am falschen Platz durchhalten". Eine Lebensgeschichte des Soziologen Max Graf zu Solms - T. Pfaff, Nachkriegsjahre in Marburg als Studentin der Soziologie - R. Fechner, Es hat sich ergeben, "daß wir uns auch da verstanden, wo wir nicht einig waren ...". Eine epistolographische Collage zum Verhältnis zwischen Ferdinand Tönnies und Max Graf zu Solms - T. Pfaff, Solms' Arbeitsbedingungen und seine persönliche Einstellung in der Zeit des Nationalsozialismus - C. Klingemann, "Da bekanntlich die Soziologie unter dem nationalsozialistischen Regime in keiner Weise gefördert wurde ...". Max Graf zu Solms' Stellung zur Soziologie im Dritten Reich - H. Claas, Max Graf zu Solms und die Anfänge der Soziolgie in Marburg - M. T. Greven, "Was nun mich selber anbetrifft ...". Graf zu Solms, Leopold von Wiese und die Wiederbegründung der DGS - M. Graf Solms, Brücken. Im Dezember 1922 - M. Graf Solms, Sozialer Ehrbegriff - M. Graf Solms, Bund, Gemeinschaft und Gesellschaft - M. Graf Solms, Formen des zwischenmenschlichen Lebens. Soziologie als exakte Fachwissenschaft - M. Graf zu Solms, Die künftige Gestaltung des Lehrbetriebes der Soziologie - M. Graf zu Solms, Der Stand der Soziologie in der Trizone - M. Graf Solms, Der Unterricht in Sozialfächern an deutschen Schulen - F. Solms, Max Graf zu Solms in der Nachkriegszeit 1945-2.9.1968 - H. Claas / F. Fuchs, Lehrveranstaltungen von Max Graf zu Solms an der Philipps-Universität zu Marburg 1932-1958 nach den Ankündigungen der Vorlesungsverzeichnisse - R. Fechner, Der Solms-Nachlaß in Marburg. Ein Bestandsverzeichnis

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