Stadt, Krankheit und Tod

Geschichte der städtischen Gesundheitsverhältnisse während der Epidemiologischen Transition (vom 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert)

2000. Tab., Abb.; 519 S.
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ISBN 978-3-428-08797-6
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Description

Die Geschichte des Wandels städtischer Gesundheitsverhältnisse während der Industrialisierung ist bislang ein von der Geschichtsforschung weitgehend vernachlässigter Bereich. So hat sich die Lebenserwartung bei der Geburt in Westeuropa während der letzten 200 Jahre annähernd verdoppelt, jedoch liegen die Ursachen dieses substantiellen Wandels während der sogenannten Epidemiologischen Transition, den der Nobelpreisträger Robert W. Fogel als eines der größten Ereignisse der Menschheitsgeschichte bezeichnet, weitgehend im dunkeln. Während traditionell Verbesserungen im Bereich der kurativen Medizin als Hauptursache angesehen werden, deuten neue Forschungsergebnisse darauf hin, daß Urbanisierung und Industrialisierung eine entscheidende Rolle innerhalb dieser Entwicklung spielten. Galten die Städte einst als "Todesfallen", so entwickelten sie sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu Vorreitern auf dem Weg zu den modernen Gesundheitsverhältnissen.

Erstmals haben internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, insbesondere Historiker, Geographen und Demographen, diesen Themenkomplex für verschiedene europäische Städte und Regionen systematisch untersucht und leisten damit einen essentiellen Beitrag zur allgemeinen historischen Entwicklung. Der Sammelband spannt dabei den Bogen von der Rekonstruktion der Gesundheitsverhältnisse über die Rolle der städtischen Umwelt bis hin zu Aspekten der sozialen Ausgestaltung des "gesunden" urbanen Lebens.

Overview

Inhalt: J. Vögele / W. Woelk, Stadt, Krankheit und Tod. Geschichte der städtischen Gesundheitsverhältnisse während der Epidemiologischen Transition. Eine Einführung - F. Lewis, Krankheit und Tod in Liverpool während des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts - S. King, "Sharing the urban graveyard". Sterblichkeitsdynamik im städtischen Hinterland, England 1680-1820 - C. Galley, Säuglingssterblichkeit in englischen Städten 1750-1850 - J. Vögele, Die Entwicklung der Gesundheitsverhältnisse in deutschen Städten während der Industrialisierung - S. Schraut, Krankheit und Tod in der sich industrialisierenden Residenz: Stuttgart im 19. Jahrhundert - R. Lee / P. Marschalck, Krankheit und Geschlecht: Die Übersterblichkeit der männlichen Arbeiter in der Hansestadt Bremen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts - A. Weigl, Wien im epidemiologischen Übergang: ein mitteleuropäischer Weg in die Moderne - F. Condrau, Cholera und sozialer Wandel. Die Schweiz als Beispiel - P. Compton, Die französische Gesundheitspolitik Ende des 19. Jahrhunderts: das Beispiel Bordeaux - S. Sheard, Öffentliche Bäder und Waschhäuser in Liverpool, Belfast und Glasgow während des 19. Jahrhunderts: Ein vernachlässigtes Kapitel sanitärer Reformen - J. C. Brown, Wer bezahlte die hygienisch saubere Stadt? Finanzielle Aspekte der sanitären Reformen in England, USA und Deutschland um 1910 - U. Koppitz, Räumliche Organisation preußischer Städte im 19. Jahrhundert zwecks Funktionalität und Gesundheit - M. Stolberg, Gewerblich-industrielle Luftverschmutzung und Stadthygiene im 19. Jahrhundert - U. Gilhaus, Reform unerwünscht. Lufthygiene, Luftverschmutzung und Umweltpolitik vor dem Ersten Weltkrieg am Beispiel Westfalens - M. Weyer-von Schoultz, Die Gelsenkirchener Typhusepidemie und ihr gerichtliches Nachspiel - W. Woelk, Von der Säuglingsfürsorge zur Wohlfahrtspflege: Gesundheitsfürsorge im rheinisch-westfälischen Industriegebiet am Be

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