Richterrecht der Arbeit – empirisch untersucht

Möglichkeiten und Grenzen computergestützter Textanalyse am Beispiel des Arbeitnehmerbegriffs

Employment Law as Case Law – An Empirical Study. Opportunities and Limits of Legal Corpus Linguistics
2015. Tab., Abb.; 236 S.
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69,90 €
ISBN 978-3-428-14636-9
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62,90 €
ISBN 978-3-428-54636-7
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Price for libraries: 80,00 € [?]
83,90 €
ISBN 978-3-428-84636-8
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Price for libraries: 106,00 € [?]

Description

»Employment Law as Case Law – An Empirical Study«

The authors examine fundamental questions of legal theory using German labour and employment law as an example. They implement methods of corpus linguistics for an empirical analysis of how employment law judges work and how they develop the semantic content of the particularly vague, heterogeneous and fragmentary regulatory framework of German employment and labour law. The authors also address related constitutional issues such as the limits of jurisprudence and separation of powers. In their view, the methodological questions and the constitutional problems are two sides of the same coin, as they both address the limits of language and legislation.

Overview

Einführung: Arbeitsrecht, Methodik und Korpuslinguistik

A. Der Arbeitnehmer aus dogmatischer Perspektive: Ein Begriff mit Zukunft?

Funktion des Arbeitnehmerbegriffs: Der Arbeitnehmer als Gatekeeper – Umschreibungsversuche – Arbeitsrechtliche Begriffsbildung und Europarecht – Aktuelle Herausforderungen für Rechtspraxis und Politik – Die Tragfähigkeit typologischer Begriffsbildung

B. Korpuslinguistik – eine kurze Einführung für Rechtswissenschaftler

Korpuslinguistik: Kurze Geschichte einer jungen Teildisziplin – Methoden, Software und Algorithmen der Korpuslinguistik – Korpuslinguistische Zugänge zur Rechtssprache: Juristische Sprachmuster als Indices für Sedimente juristischer Dogmatik

C. Die fallbezogene Begriffsentwicklung beim BAG – Der Arbeitnehmerbegriff aus korpuslinguistischer Perspektive

Zum Untersuchungsdesign – Der ›Arbeitnehmer‹-Begriff in den Sedimenten der Rechtsdogmatik – Semantisches Schema und diskursive Funktion des ›Arbeitnehmers‹. Sedimente der »herrschenden Meinung« – Nachweis diachroner Tendenzen in der Entwicklung des ›Arbeitnehmer‹-Begriffs – Die Bedeutung von »Arbeitnehmer« und »Arbeiter« in Medientexten

D. Der Widerspruch zwischen Theorie und Praxis der Gesetzesbindung im Arbeitsrecht

Was die Gerichte sagen – Was die Gerichte tun

E. Gesetzesbindung trotz Lücke und Richterrecht

Ab durch die Lücke – Richtermachtrecht und Richtergesetzesrecht – Wortlautgrenze ohne wörtliche Bedeutung

F. Schlussbetrachtung

Möglichkeiten und Grenzen korpusgestützter Zugänge zu juristischer Dogmatik – Was verrät die Korpuslinguistik dem Arbeitsrechtler? – Im Wesentlichen frei? Begriffsbildung im Arbeitsrecht

Über die Autoren

Press Reviews

»Die interdisziplinäre, sehr anspruchsvolle und reichhaltige Studie verbindet Dogmatik, Methodik und Sprachwissenschaft. [...] Mit der Korpuslinguistik bringen die Verfasser eine höchst interessante, neue, empirisch gestützte Methode zur Anwendung und in die Debatte. [...] Die Studie unternimmt eine subtil begründete Verteidigung und zugleich Weiterentwicklung der typologischen Begriffsbildung. [...] Mit der Korpuslinguistik verknüpfen die Verfasser in eindrucksvoller Weise quantitative mit qualitativen Verfahren, um Sprachmuster des Rechtsdiskurses sichtbar zu machen – als Beitrag zur methodologischen Metakritik des Rechts.« Prof. Dr. Albrecht Götz von Olenhusen, in: UFITA – Archiv für Urheber- und Medienrecht, Sonderdruck aus Bd. 2015/III

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