Rechtsfrage und Tatfrage in der normativistischen Institutionentheorie Ota Weinbergers

Kritik eines institutionalistischen Rechtspositivismus

2000. 167 S.
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56,00 €
ISBN 978-3-428-09850-7
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49,90 €
ISBN 978-3-428-49850-5
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Price for libraries: 64,00 € [?]

Description

Im Rechtssystem der modernen Gesellschaft ist das Problem, wie in Rechtspraxis und praktischer Rechtswissenschaft - aus rechtstheoretischer Perspektive gesehen - Rechtsfragen und Tatfragen miteinander korrelieren, bis auf den heutigen Tag höchst umstritten. Zwar ist durch Informations- und Kommunikationswissenschaften die Rationalisierung im Umgang mit Rechtstexten weit vorangetrieben worden. Wie das Recht auf der Ebene der Verfassungs- und Gesetzgebung bis hin zur individuellen Entscheidung im Einzelfall gewonnen und fortentwickelt wird, harrt jedoch noch immer einer rechts- und staatstheoretischen Aufklärung. Auch bedarf der Klärung, welche sozialen Faktoren bei der Normtextbehandlung eine Rolle spielen und in welcher Weise sie dies tun. Hier feiern alte und neue Institutionentheorien seit geraumer Zeit fröhliche Urständ. Der Autor unternimmt den Versuch, eine ganz bestimmte Institutionentheorie des Rechts, nämlich diejenige des Grazer Rechtstheoretikers und Philosophen Ota Weinberger, zu rekonstruieren, um die einzelnen Teile ins Mosaik zu rücken und sie sodann kritisch zu durchleuchten.

Overview

Inhaltsübersicht: Erster Abschnitt: Soziale Evolution des Rechts: § 1. Identifikation der Rechtsnorm: Normsatz und Norm - Imperativische Struktur von Rechtsnorm und Rechtswirklichkeit - Norm und Sanktion - § 2. Grundzüge einer Theorie des modernen Staates bei Karl Olivecrona, Rudolf von Ihering und Max Weber: Ablösung des rechtspositivistischen Begriffs der Rechtsregel - Staat als bürokratische Organisation - § 3. Rekonstruktion und Reformulierung einer funktionalistischen Theorie des Rechts bei Theodor Geiger: Soziale Ordnung - Rechtsordnung als normative Struktur von Gesellschaft - Geltung, Verbindlichkeit und Wirksamkeit des Rechts - Zweiter Abschnitt: Soziale Institutionen in sprachanalytischer oder rechtsrealistischer Perspektive?: § 4. Begriff der Institution bei Ota Weinberger: Ablösung eines normativistischen Systembegriffs - Reduktionismus der normativistischen Handlungstheorie - Normativismus und Realinstitutionen - § 5. Objektivierter Sinn und Rechtshandeln in der nachpositivistischen Institutionentheorie von Helmut Schelsky: Genese und Geltungsgrundlagen sozialer Institutionen - Soziale Institutionen in ereignis- und strukturtheoretischer Perspektive - Juridische Rationalität als institutionell-organisatorische Rationalität - Dritter Abschnitt: Jenseits von Naturrecht und Rechtspositivismus: § 6. Positivität als Selbstreferenz des Rechts der modernen Gesellschaft: Selbstproduktion des Rechtssystems - Systemische Reflexivität des Rechts oder reflexives Recht? - Rationalität staatlich organisierter Rechtssysteme - § 7. Grenzen des Rechtspositivismus: Identität von Staat und Recht? - Rückblick und Ausblick - Schrifttumsverzeichnis - Sachregister

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