Preisstrategien bei Ausschreibungen
1997. Tab., Abb.; 182 S.
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Description

Die Preispolitik gehört zu den interessantesten und intensiv untersuchten Fragestellungen der Betriebswirtschaftslehre. Dennoch ist das Problem der Angebotspreisbestimmung bei Ausschreibungen bisher nur unzulänglich durchdrungen.

Den Ausgangspunkt der Arbeit bildet der Effekt des Winner's curse: Der Anbieter wendet Strategien an, bei denen er im Fall des Zuschlags seine Kosten systematisch unterschätzt hat. Die Untersuchung zeigt, daß der Anbieter dieser Gefahr unter sehr allgemeinen Bedingungen zum Opfer fallen kann. Dies wird deutlich beim Vergleich entscheidungstheoretischer mit spieltheoretischen Ansätzen anhand des vorgestellten General-asymmetric-values-Modells. Einen Ausweg bietet die von Römhild entwickelte Modifikation entscheidungstheoretischer Strategien. Untersuchungsgegenstand ist darüber hinaus das Problem der Preisabsprache. Der Autor zeigt auf, welche Ansatzpunkte der Ausschreibende hat, um die Durchführbarkeit von Preisabsprachen zu verringern.

Schließlich greift Römhild anhand der Agency-Theorie die Steuerungsproblematik auf, die vor allem für größere Ausschreibungen eine wichtige empirische Rolle spielt. Mit der Erweiterung auf organisatorische und Controllingprobleme wird die Ausschreibung in einen umfassenderen Zusammenhang gestellt. Die Ergebnisse sind sowohl für die theoretische Analyse als auch für die praktische Anwendung relevant.

Overview

Inhaltsübersicht: Einleitung - 1. Grundlagen der Preisbestimmung mit Ausschreibungsmodellen: Entscheidungstheoretisches Grundmodell der Angebotspreisbestimmung - Spieltheoretische Modelle der Angebotspreisbestimmung - Winner's curse bei Verwendung entscheidungstheoretischer Strategien - Interdependenz von Angeboten durch Kapazitätsrestriktionen - Ansatzpunkte zur Erweiterung der Ausschreibungstheorie - 2. Ursachen und Vermeidung des Winner's curse: Das General-asymmetric-values-Modell: Ein Ausschreibungsmodell mit Common-value- und Private-values-Komponenten - Winner's curse im General-asymmetric-values-Modell - Entscheidungstheoretische Modellierung ohne Winner's curse - Interpretation optimaler Preisstrategien nach Transformation 2 - Determinanten des Winner's curse - Berücksichtigung unsicherer Kosten in entscheidungstheoretischen Ansätzen - Schlußfolgerungen - 3. Koordination von Angebotsentscheidungen: Angebotsentscheidungen in sequentiell planbaren Ausschreibungen - Sequentielle Angebotsentscheidungen bei variablen Kapazitätsrestriktionen - Simultane Angebotsentscheidungen - Leistungen mit vorgegebenen Ausführungszeiträumen - Schlußfolgerungen - 4. Absprachen zwischen Anbietern bei Ausschreibungen: Ausschreibungskartelle als kooperative Spiele - Ausschreibungsabsprachen als dynamische nichtkooperative Spiele bei beobachtbaren Handlungen - Ausschreibungsabsprachen bei fehlender Beobachtbarkeit des Zuschlags - Schlußfolgerungen - 5. Angebotsstrategien bei dezentraler Organisation: Steuerung vertikaler Produktionsbeziehungen als Principal-Agent-Problem - Vertikale Verträge unter vollständiger Information über die Herstellkosten - Angebotsstrategien unter asymmetrischer Information mit Teilnahmeverpflichtung - Angebotsstrategien unter asymmetrischer Information ohne Teilnahmeverpflichtung - Schlußfolgerungen - 6. Schlußfolgerungen und Ansätze zur Erweiterung der Analyse: Erkenntnisse aus der Untersuchung - Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf andere Fragestell

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