Handelskonflikte der USA mit der EU seit 1985

Eine Studie des Reziprozitätsprinzips in der U.S.-Außenhandelspolitik

2002. Tab., Abb.; 277 S.
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ISBN 978-3-428-10663-9
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Description

Handelskonflikte prägen seit Jahren das Bild von der "transatlantischen Befindlichkeit". Welche handelspolitischen Zielsetzungen der USA diesen Auseinandersetzungen mit der EG zugrunde liegen, welche Bedeutung ihnen im Gesamtbild der wechselseitigen wirtschaftlichen Verflechtung zukommt und wie sich die Regeln des GATT/WTO auf die Streitschlichtung ausgewirkt haben, ist Gegenstand der vorliegenden Untersuchung.

Die USA wandten sich nach dem Zweiten Weltkrieg mit den Handelsgesetzen von 1974 und 1988 der strikten Reziprozität im Handel zu. Ziel war es, im Gegenzug für die eigenen Zugeständnisse die Märkte der Handelspartner (vor allem Japan und EG) zu öffnen und gleichwertige Handelsbeziehungen herzustellen. Ob die damit verbundene Kritik des Unilateralismus und der Nichtbeachtung internationaler Handelsregeln berechtigt ist, ist umstritten. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, daß die USA zwar mit steigendem Handelsbilanzdefizit verstärkt gegen die EG vorgingen, sie bestimmten jedoch nicht unilateral, welche Handelspraktiken unfair oder welche Liberalisierungen angemessen waren, sondern hielten sich an die Handelsregeln des GATT/WTO. Das Ziel einer strikten Reziprozität wurde im Einzelfall lediglich hinsichtlich Marktzugang und Nichtdiskriminierung verfolgt, nicht jedoch hinsichtlich der konkreten Handelsströme.

Overview

Inhaltsübersicht: A. Einleitung: Einführung in die Problemstellung - Reziprozität im Handel: Zum Forschungsstand - Aufbau der Arbeit - B. Das Prinzip der Reziprozität in der amerikanischen Handelspolitik: Der Begriff der Reziprozität - Die amerikanische Handelspolitik und das Verhältnis zur Reziprozität und zur Meistbegünstigung bis zum Ersten Weltkrieg - Die amerikanische Handelspolitik und das Verhältnis zur Reziprozität und zur Meistbegünstigung bis zum Zweiten Weltkrieg - Die amerikanische Handelspolitik und das Verhältnis zur Reziprozität und zur Meistbegünstigung im GATT - Die amerikanische Handelspolitik und das Verhältnis zur Reziprozität und zur Meistbegünstigung vom Zweiten Weltkrieg bis 1974 - Die amerikanische Handelspolitik und das Verhältnis zur Reziprozität und zur Meistbegünstigung nach 1974 - Die Reaktion der EG - C. Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EG mit Schwerpunkt auf die Zeit ab 1985: Die heutige Bedeutung des Handels für die USA - Der Industriewarenverkehr - Der Agrarhandel seit 1985 - Der Dienstleistungsverkehr seit 1985 - Die Leistungsbilanz der USA mit der EG seit 1985 - Ausländische Direktinvestitionen (FDI) in den USA und der USA im Ausland seit 1985 - Anhang (Diagramme) - D. Die amerikanische Europapolitik seit 1985: Die Entwicklungen in Europa - Die Haltung der Amerikaner - E. Transatlantische Handelskonflikte seit 1985: Die zuständigen Organe der USA und der EU im Bereich des Außenhandels - Konflikte im Agrarhandel: Forderungen der USA nach dem Abbau von Handelshemmnissen - Konflikte im Industriegüterverkehr: Forderungen der USA nach dem Abbau von Handelshemmnissen - Konflikte im Dienstleistungsverkehr: Forderungen der USA nach dem Abbau von Handelshemmnissen - Tabellarische Darstellung dieser transatlantischen Handelskonflikte (in der Reihenfolge ihrer Entstehung) - F. Fazit: Das den Handelskonflikten zugrundeliegende Reziprozitätsverständnis: Die betroffenen Wirtschaftssektoren in den Handelskonflikten seit 1985 - Die transatlantischen Konflikte unter dem Gesichtspunkt der strikten Reziprozität - Zusammenfassende Bewertung - Weitere mögliche Ursachen für das Entstehen neuer Konflikte - Wie ist die Qualität der transatlantischen Handelsbeziehungen heute einzuschätzen? - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis

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