Grundlegung des Politischen in Berlin

Fichtes späte Demokratie-Theorie in ihrer Stellung zu Antike und Moderne

2002. 265 S.
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ISBN 978-3-428-10770-4
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ISBN 978-3-428-50770-2
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Description

Die Studie versucht, das Politische als ein zwischenmenschliches Urteilshandeln zu erklären. Der Urteilstypus, der dem zugrundeliegen muß, wird systematisch ausgewiesen und - neben den Leuten selbst - der Philosophie, Politischen Theorie, Rechtswissenschaft und auch Theologie vorgelegt.

Anlaß und Stoff für die Beweisführung bildet die Berliner Diskussion über die Möglichkeiten menschlicher Rationalität um J. G. Fichte und seine vielfältigen Kritiker, darunter Carl Schmitt. Durch die Art, wie der untersuchte Urteilstypus aus sich heraus Einheit und Kraft gewinnt und so kommunikativ zu wirken vermag, ergibt sich ein neues Bild von Demokratie-Theorie: Das Politische ist wesentlich unvertretbar; die Urteilenden selber sinnen einander Einsatz an und rufen sich zur Entscheidung auf. So wird man Bürger.

Im Sinn einer solchen nicht von bloß privaten Interessen bestimmten Gemeinschaftlichkeit wurde Fichte insbesondere in China aufgenommen, als es sich in Begegnung mit Berliner Philosophie zu erneuern begann. Das vorliegende Buch erinnert auch an dieses Stück gemeinsamer Zukunft.

Overview

Inhaltsübersicht: A. Bürgerlichkeit - Besinnung verboten? - B. Kritische Nachzeichnung in transzendentaler Absicht: Ausgang von der Sprache - Carl Schmitts Kriterium des Politischen - Prinzipien als Grundlinien der Verständigung - C. Eine Theorieentwicklung der Beiordnung von Rechts- und Sittenprinzip: Zur Grundstruktur des Juridischen - Die Synthesefähigkeit des Juridischen - Das Problem einer mehrschichtigen Ethik - Ausblick: Radikale Urteilsaufgaben - D. Das Politische als Urteil: Der Ort der Synthese - Vorriß der Verbindungsglieder - Vergleichsbetrachtung zu früheren Werkstufen - Zur Problematik insbesondere der Fichte-Literatur - E. Die Deduktion des Politischen: Fichtes Vorarbeit - Deutungsaufgabe Urteilsrechtfertigung - Weiterführend-systematische Aufgaben - F. Die Diskursbedingung im Vergleich mit Apels Diskursethik und Schmitts Politischem: Kurzer Rückblick auf die Deduktion - Politische Explikation der Diskursethik? - Das Wir-Defizit bei Fichte - Intersubjektive Schlüsselung Schmitts? - G. Zur Induktionsseite der Bürgerlichkeit: Das Hauptproblem der Verfassung - Das Despositum der Demokratie - Urteil, Vertrag, Verfassung - Das politische Movens im Völker- und Weltbürgerrecht - H. Alternativmodelle der Berliner Konstellation: Rückerinnerung an Platon und Aristoteles - Die Opposition von Schelling und Hegel - Wirtschaft als Ideologie: Smith und Schmalz - Rücktrag der Schmitt'schen Frage nach Politischer Theologie - I. Rückblick voraus - Literaturverzeichnis - Personen- und Sachregister

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