Grenzen und Abgrenzungen des Küstenmeeres
2007. Abb., 8 farbige Bildtafeln; 255 S.
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76,00 €
ISBN 978-3-428-12133-5
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Description

Mit der vorliegenden Arbeit schließt der Autor eine Lücke in der seerechtlichen Literatur. Kai Trümpler geht auf die bisher wenig beachteten Fragen ein, die sich aus dem besonderen Status des Küstenmeeres als Staatsgebiet sowohl bei der einseitigen Ziehung der Küstenmeergrenze als auch bei der Abgrenzung zwischen Küstenstaaten ergeben.

Im ersten Kapitel analysiert der Autor in übersichtlicher, kommentarähnlicher Weise die einschlägigen Normen des Seerechtsübereinkommens (SRÜ), aber auch des älteren Küstenmeerübereinkommens zur Ziehung der Basislinien. Schwerpunkte liegen auf Buchten, Archipelstaaten und geraden Basislinien. So argumentiert Trümpler, dass nach der Ausdehnung der AWZ auf 200 sm wirtschaftliche Erwägungen ein extensives Basisliniensystem nicht mehr rechtfertigen können. Gegenstand des zweiten Kapitels ist die Abgrenzung des Küstenmeeres zwischen benachbarten und gegenüberliegenden Staaten. Der Autor untersucht ausführlich das anwendbare Völkervertrags- und Völkergewohnheitsrecht. Seine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den "besonderen Umständen" des Art. 15 SRÜ. Trümpler plädiert angesichts der Staatsgebietsqualität des Küstenmeeres für eine möglichst genaue Eingrenzung dieses unbestimmten Rechtsbegriffes und schlägt als technischen Indikator die Äquidominanzlinie vor.

Overview

Inhaltsübersicht: Einführung - 1. Kapitel: Abgrenzung des Küstenmeeres zum Festland, den inneren Gewässern und der Hohen See: A. Normale Basislinie und Kreisbogen: Inseln und Küstenmeer - Trockenfallende Erhebungen - Besonderheit des SRÜ: Riffe als moderne Basislinie - B. Abweichung von der normalen Basislinie: Buchten - Häfen - Reeden - Flüsse - Gerade Basislinien - C. Besonderheiten des SRÜ: Teil IV: Archipelstaaten - Art. 16 SRÜ: Publizitätserfordernis - D. Die Ausdehnung des Küstenmeeres - E. Die Abgrenzungshandlung - 2. Kapitel: Die Abgrenzung des Küstenmeeres von benachbarten und gegenüberliegenden Staaten: A. Der Weg zur Äquidistanzlinie: Der Grisbardana Fall - Die Haager Kodifikationskonferenz - B. Entwicklung der Äquidistanzlinie: Vorbereitung der ILC - Genfer Seerechtskonferenz. Äquidistanz als Grenze einseitigen Handelns - C. Art. 12 KMÜ / 15 SRÜ im Einzelnen: Besondere Umstände. Special circumstances - Die Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofes zu special circumstances - Äquidistanz in der Rechtsprechung des IGH - Definition besonderer Umstände - Äquidominanzlinie - Zusammenfassung - Literatur- und Sachwortverzeichnis

Press Reviews

»Der Verf. hat ein großartiges Werk zustande gebracht, das von einer beeindruckenden Sachkenntnis und einer umfassenden Verarbeitung der einschlägigen Literatur zeugt. Zahlreiche der von ihm behandelten Probleme sind auch bisher nirgendwo sonst mit der gleichen Sorgfalt und Detailgenauigkeit behandelt worden. Ohne weiteres darf man die Aussage wagen, dass der Verf. unter Anleitung seines Tübinger Mentors Graf Vitzthum ein Standardwerk geschrieben hat, das im Hinblick auf das Küstenmeer und seine Abgrenzungen weitere Untersuchungen jedenfalls für Jahre überflüssig macht. Erstaunlich ist, wie innerhalb eines halben Jahrhunderts die Rechtsentwicklung vorangekommen ist. […] Das Recht ist ausgeformt. An seiner Feststellung und endgültigen Konkretisierung hat Trümpler mit der vorliegenden Schrift einen erheblichen Anteil genommen.« Christian Tomuschat, in: Archiv des öffentlichen Rechts, Bd. 133, 3/2008

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