Gelebte Antike – Friedrich Wilhelm IV. und Charlottenhof
2012. 185 Abb. (darunter 106 farbige); 407 S.
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48,00 €
ISBN 978-3-428-13744-2
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Description

Welche Motive bewegten den Kronprinzen und späteren König Friedrich Wilhelm IV. dazu, Charlottenhof als Villa zu entwerfen? Welche baukünstlerischen Absichten verfolgte er zusammen mit den Architekten Schinkel und Persius sowie den Gartenkünstlern Lenné und Sello?

Anhand der Auswertung bisher von der Forschung überwiegend noch nicht berücksichtigter und unveröffentlichter Archivalien, wie dem persönlichen schriftlichen Nachlass Friedrich Wilhelms und seiner Familie, seiner Architekten und Hofgärtner, gewinnt Antje Adler neue Erkenntnisse über die Geschichte des Schloss- und Gartenensembles. Auf den königlichen Spiritus Rector gehen nicht nur die gestalterischen Grundideen dieser Anlage, sondern auch der inhaltliche Bezug auf eine antike römische Villa zurück. Der Einfluss von Bildung und Erziehung sowie Friedrich Wilhelms Interesse und das seines gelehrten Bekanntenkreises für Archäologie und Antike wird an ausgewählten Beispielen bis 1857 erläutert. Die Autorin gibt einen Überblick über die Planungen, Vorbilder und die Verwirklichung der Anlage und interpretiert dabei erstmalig die Räume der Römischen Bäder und ihre Ausstattung aus Sicht des königlichen Bauherrn. Die Erläuterung der Nutzung und Bedeutung sowie die nachhaltige baukünstlerische Wirkung der Anlage Charlottenhofs innerhalb der königlichen Familie beschließen das behandelte Thema. Die Villa Charlottenhof erscheint als ein Ort, den Friedrich Wilhelm mit Beharrlichkeit für sich und seine engsten Vertrauten nach antikem Muster als einen Ort der Zuflucht und Erquickung zu gestalten wusste.

Overview

I. Einleitung

II. Die »Villa« in der zeitgenössischen Architekturtheorie um 1800

1. Zum Begriff Villa
2. Die Villa rustica und Villa suburbana
3. Der Garten als unverzichtbarer Bestandteil der Villa
4. Das Ideal des Landlebens
5. Die Villa in der Kunsttheorie um 1800

III. Friedrich Wilhelms Kenntnisse aus der Literatur, Reisebeschreibungen und Berichten

1. Erziehung und Bildung
2. Friedrich Wilhelms Interesse für Archäologie und Antike
3. Gelehrte, Wegbegleiter, Freunde – Der intellektuelle Kreis um Friedrich Wilhelm
4. Friedrich Wilhelms erste Reise nach Italien im Jahre 1828

IV. Die Entwürfe Friedrich Wilhelms für die Anlage von Charlottenhof

1. Die Entwürfe Friedrich Wilhelms für die Villa Charlottenhof
2. Das Vorbild der Villa Albani für die Gestaltung von Charlottenhof
3. Die Entwürfe Friedrich Wilhelms für die Römischen Bäder
4. Die weiterführenden Projekte Friedrich Wilhelms: a) Die nördliche Erweiterung des Römischen Bades – b) Die östliche Erweiterung um einen Kirchenkomplex an den Römischen Bädern – c) Die Planungen des Kronprinzen zum Landhaus im antiken Stil westlich Charlottenhofs – d) Friedrich Wilhelms Auseinandersetzung mit den Villenbeschreibungen von Plinius d.J. – e) Friedrich Wilhelms Ideen und Entwürfe für fürstliche Residenzen

V. Die Verwirklichung der Pläne der Villa Charlottenhof mit dem Gebäudekomplex der Römischen Bäder

1. Die Villa Charlottenhof
2. Der Gebäudekomplex der Römischen Bäder
3. Das Verhältnis zwischen Friedrich Wilhelm und seinen Architekten und Planern

VI. Charlottenhof in der Familienkorrespondenz

1. Die Tradition des Landhauses in der königlichen Familie
2. »Ein Bauwerk ist Ausdruck des Wesens dessen, der es hat erbauen lassen«
3. Geteilte Passion für die Antike: Friedrich Wilhelm IV. und Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz: a) Der künstlerische Einfluss des preußischen Hofes auf die Neustrelitzer Residenz – b) Die Geschenke Friedrich Wilhelms IV. an Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz
4. Die Wirkung Charlottenhofs in der königlichen Familie

VII. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abbildungen

Press Reviews

»Adler legt nun mit ihrer Dissertation eine kenntnis- und detailreiche Monographie zu dem ›Gesamtkunstwerk‹ Charlottenhof vor, das der Kronprinz zusammen mit den Architekten Karl-Friedrich Schinkel und Ludwig Persius sowie den Gartenkünstlern Peter Joseph Lenné und Hermann Sello verwirklichte.« Eva-Maria Kaufmann, in: Das Historisch-Politische Buch, 61. Jg. 5/2013

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