Ein Mann, der wurde, was er konnte

Dag Hammarskjöld zum 50. Todestag

2012. Frontispiz; 176 S.
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68,00 €
ISBN 978-3-428-13798-5
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62,00 €
ISBN 978-3-428-53798-3
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Price for libraries: 78,00 € [?]
82,00 €
ISBN 978-3-428-83798-4
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Price for libraries: 106,00 € [?]

Description

2011 jährte sich der Todestag Dag Hammarskjölds, des zweiten Generalsekretärs der Vereinten Nationen, zum 50. Mal. Der vorliegende Band dreht sich nicht um die bis heute ungeklärten Umstände, unter denen Hammarskjöld in der Nacht vom 17. zum 18. September 1961 nach einem Flugzeugabsturz auf dem Gebiet des heutigen Sambia ums Leben kam. Vielmehr geht es um eine kritische Würdigung der facettenreichen Persönlichkeit und des mannigfachen Schaffens Hammarskjölds aus der Perspektive des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Dementsprechend werden zunächst zwei Eckpunkte beleuchtet, die Hammarskjölds Denken und Handeln entscheidend geprägt haben: einerseits seine schwedischen Wurzeln, seine Jugend und familiären Bindungen in Uppsala und sein beruflicher Aufstieg in Stockholm, andererseits das Amt des UN-Generalsekretärs und damit des »ersten Bürgers« der Vereinten Nationen, das Hammarskjöld zwar unverhofft zugefallen war, in dem er aber dennoch seine spezifische Berufung als Diener der internationalen Gemeinschaft sah.

Einer der Schwerpunkte der Untersuchung stellt das Wirken Hammarskjölds als UN-Generalsekretär und Staatsmann dar. Hammarskjöld verstand es, in geschickter und nachhaltiger Weise das im Generalsekretärsamt angelegte politische Potenzial zu realisieren und sich dergestalt gegenüber den Großmächten als relevanter Akteur auf der Bühne der Weltpolitik zu etablieren. Dies machte auch entscheidende Innovationen möglich, z.B. in Form der Schaffung friedenserhaltender Missionen.

Parallel dazu wird auch der Mensch und Mystiker Dag Hammarskjöld in den Blick genommen, wie er der Nachwelt namentlich in seinem posthum veröffentlichten Tagebuch Zeichen am Weg entgegentritt. In seinem Ethos des bewussten Einsatzes insbesondere für die Machtlosen und Vergessenen spielen religiöse Motive eine gewichtige Rolle. Erst die Ergänzung des äußeren Bilds des Pragmatikers und »UN-Generals« Hammarskjöld um die innere Dimension macht eine Würdigung dieser schillernden, ja bisweilen widersprüchlichen Persönlichkeit komplett.

Overview

Andreas Th. Müller und Jodok Troy
Einleitung

Zum Geleit

Ban Ki-moon
Commemorating Fiftieth Anniversary of Dag Hammarskjöld's Death

Ban Ki-moon
Preventive Diplomacy, a »Constant and Essential Work in Progress«

Carl Bildt
Dag Hammarskjöld and United Nations Peacekeeping

I. Ein kurzes Leben aber ein unsterbliches Erbe: Verdienste und Würdigungen

Frederik Löjdquist
Dag Hammarskjöld: Ein Schwede im Dienste des Weltfriedens

Janos Tisovszky
Reflections on a Legacy: Dag Hammarskjöld: from the Perspective of a UN Staff Member

Manuel Fröhlich und Henning Melber
Die Hammarskjöld – Tradition in der internationalen Politik: Das Vermächtnis des zweiten UN-Generalsekretärs

II. Dag Hammarskjöld als UN-Generalsekretär und Staatsmann

Andreas Th. Müller
»The Most Impossible Job on This Earth«. Dag Hammarskjöld als UN-Generalsekretär und Staatsmann

Helmut Tichy
Der Beitrag Dag Hammarskjölds zur Entwicklung des Völkerrechts

Gerhard Hafner
Der Einfluss Dag Hammarskjölds auf die Entwicklung des Amtes des UN-Generalsekretärs

Jelka Mayr-Singer
»Leave it to Dag«. Dag Hammarskjöld als stiller Diplomat und Schöpfer der Blauhelmmissionen

III. Dag Hammarskjöld als Mystiker

Jodok Troy
Dag Hammarskjöld: Leben als Dienst an der internationalen Gemeinschaft – für all die Anderen

Clemens Sedmak
Denken und Glauben – Dag Hammarskjöld und das Tiefe des Politischen

Wolfgang Palaver
»Suche nicht die Vernichtung. Die wird dich finden.« Politik und Opfer im Denken Dag Hammarskjölds

Autorenverzeichnis

Press Reviews

»Es ist das Verdienst dieses Tagungsbandes, die vielen Facetten dieses Diplomaten ergründet zu haben. Er ist für zeitgeschichtlich Interessierte ebenso zu empfehlen wie für politische Praktiker und Vertreter völkerrechtlicher Disziplinen.« Dr. Christoph Rohde, in: Politische Studien, 446/2012

»Spannende, gut lesbare Texte auf wissenschaftlichem Niveau zu einer phänomenalen Persönlichkeit.« Walter Buder, in: Vorarlberger KirchenBlatt, 27.09.2012

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