Die Beihilfe und ihr Erfolg

Zur objektiven Beziehung zwischen Hilfeleistung und Haupttat in § 27 StGB

2002. 278 S.
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ISBN 978-3-428-10667-7
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Description

Die Frage nach der richtigen Bestimmung des objektiven Tatbestandes der Beihilfe hat in neuerer Zeit vermehrt Aufmerksamkeit erfahren, z. B. hinsichtlich der sogenannten "Alltagshandlungen". Voraussetzung der Lösung solcher speziellen Probleme der Teilnahmedogmatik ist allerdings die Beantwortung der Frage, wie die Beziehung zwischen der Hilfeleistung und dem Erfolg der Haupttat ganz allgemein zu bestimmen ist. Denn die existente Unklarheit über die grundlegenden Zurechnungsmechanismen der Beihilfe führt zu Scheinlösungen, so beispielsweise jüngst zur Frage der Strafbarkeit von Bankmitarbeitern wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Der Autor setzt sich deshalb grundlegend mit der Zurechnung des Erfolges zur Gehilfenhandlung auseinander. Hierzu klärt er zunächst, was der Erfolg der Beihilfe ist, um sich dann möglichen hinreichenden oder gar notwendigen Zurechnungskriterien bei der Beihilfe zuzuwenden. In Auseinandersetzung mit den vertretenen Kausalitätstheorien, den auf die Risikoerhöhung abstellenden Ansätzen und mit der Förderungsformel der Rechtsprechung in ihren verschiedenen Ausprägungen weist er der Beihilfe eindeutige Zurechnungskriterien zu.

Besonderes Augenmerk legt Stephan Osnabrügge schließlich auf die Beihilfe zum Versuch. Er untersucht auf Grundlage der vertretenen Zurechnungskonzeptionen für die Beihilfe, ob eine Unterscheidung zwischen strafloser versuchter Beihilfe und strafbarer Beihilfe zum Versuch möglich ist. Hierbei gelangt er zu neuen Ergebnissen.

Overview

Inhaltsübersicht: 1. Teil: Einleitung - 2. Teil: Implikationen herkömmlicher Auslegungsmethoden für die Thematik: Grammatische Auslegung - Systematische Auslegung - Historische Auslegung - Der Strafgrund der Teilnahme - 3. Teil: Die kausale physische Beihilfe - Eine Problemexposition unter besonderer Berücksichtigung der Kausalitätsproblematik: Die Erfolgskausalität der Beihilfehandlung, Fallbeispiele 1-4 - Der Erfolg in den Tatbeständen des StGB. Zu den Grenzen der kausalen Beihilfe - Ergebnis - 4. Teil: Über die Möglichkeit kausaler psychischer Beihilfe: Das Einwirken auf die kognitive Täterpsyche als Anwendungsfall der kausalen Erklärung - Die sogenannte psychische Beihilfe. Das Einwirken auf die voluntative Täterpsyche - Ergebnis - 5. Teil: Was ist Beihilfe? Die objektive Beziehung zwischen Hilfeleistung und Erfolg: Die Unterscheidung nach "Haupt- und Hilfshandlung" als universales Zurechnungskriterium? - Die Durchbrechung der Täterisolation als Zurechnungskriterium? - Die Motivation des Täters als Erklärungsmodell im nicht determinierten Bereich? - Risikoerhöhung und/oder funktionelle Bedeutung als kausalitätsersetzende Zurechnungskriterien? - Die Beihilfe und ihr Erfolg - Die Beihilfe zum Versuch - 6. Teil: Zusammenfassung der Ergebnisse in 8 Thesen: Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis

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