Die Anwendbarkeit von Jugendstrafrecht auf Heranwachsende

Eine rechtsdogmatische Untersuchung der Voraussetzungen des § 105 Abs. 1 JGG und zugleich ein Beitrag zur rechtspolitischen Diskussion um die strafrechtliche Behandlung Heranwachsender »de lege ferenda«

Applicability of Juvenile Criminal Law to Adolescents
2021. 121 S.
Available as
49,90 €
ISBN 978-3-428-18187-2
available
44,90 €
ISBN 978-3-428-58187-0
available
Price for libraries: 58,00 € [?]

Description

»Applicability of Juvenile Criminal Law to Adolescents«

As adolescents, 18- to 20-year-olds are treated exceptionally in German criminal law, as they can be sentenced under both juvenile and general criminal law. Yet, the adequate regime for treating adolescent criminal acts has been a long-standing subject of scholarly and legal policy debates alike. Erik Weiss takes a look at the conditions for the application of § 105 (1) JGG, offering a methodologically sound interpretation. He shows that from both dogmatic as well as factual viewpoints, full integration into juvenile criminal law is solely convincing, a goal to be achieved by reform of the third part of the JGG.

Overview

Einleitung
Themeneingrenzung – Gang der Untersuchung
1. Historie: Entwicklung hin zu § 105 JGG und die sie begleitende Diskussion
Das Jugendgerichtsgesetz von 1923 – Das Reichsjugendgerichtsgesetz von 1943 – Das Jugendgerichtsgesetz von 1953 – Diskussion um die strafrechtliche Sonderbehandlung Heranwachsender ab 1953 – Zusammenfassung der Ergebnisse der historischen Untersuchung
2. Die Voraussetzungen des § 105 Abs. 1 JGG
Gemeinsame Voraussetzungen der Nr. 1 und Nr. 2 – Spezielle Voraussetzungen des § 105 Abs. 1 Nr. 1 JGG: Das Einem-Jugendlichen-Gleichstehen in der sittlich-geistigen Entwicklung – Spezielle Voraussetzungen des § 105 Abs. 1 Nr. 2 JGG: Die Jugendverfehlung – Das Verhältnis zwischen § 105 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 JGG
3. Die strafrechtliche Behandlung Heranwachsender de lege ferenda
Vollständige Einbeziehung in das allgemeine Strafrecht – Regel-Ausnahmeverhältnis zugunsten des allgemeinen Strafrechts – Beibehaltung des § 105 Abs. 1 JGG – Vollständige Einbeziehung in das Jugendstrafrecht – Einbeziehung der 21- bis 24-Jährigen in das Jugendstrafrecht / Einführung eines gesonderten Jungtäterrechts – Ergebnis der Untersuchung – Konkreter Änderungsvorschlag de lege ferenda
Literatur- und Stichwortverzeichnis

Press Reviews

»Die hier besprochene Studie bereichert die Diskussion um eine Gesetzesreform zur Heranwachsendenfrage. Im Unterschied zu vielen anderen einschlägigen Stellungnahmen werden gerade die juristischen Dimensionen des geltenden Rechts und einer aus Sicht des Verfassers empfehlenswerten Reform präzise angesprochen, ohne dass dabei die jugendkriminologischen und die straftheoretischen Fragen hintangestellt würden. Sein Plädoyer für die uneingeschränkte Einbeziehung der Heranwachsenden in das Jugendstrafrecht kann man uneingeschränkt unterstützen. Über das vorgeschlagene Jungtäterrecht im Rahmen des JGG sollte man freilich noch genauer nachdenken.« Prof. Dr. Franz Streng, in: Goltdammer´s Archiv für Strafrecht, 4/2022

»Nach einer fast 100-jährigen Diskussion stellt sich die Frage, ob das Thema der strafrechtlichen Behandlung Heranwachsender für eine erfolgreiche Promotion 2020 überhaupt noch geeignet ist. Die 2021 veröffentlichte Düsseldorfer Dissertationsschrift von Erik Weiss ist ein eindrucksvoll gelungener Beweis dafür; jedenfalls, wenn man – wie der Autor – die Zielsetzung präzise herausarbeitet, seine Ausführungen exakt daran orientiert und die im Untertitel hervorgehobenen beiden rechtsdogmatischen und rechtspolitischen Bereiche nicht verlässt. [...] Ein argumentativ so überzeugend herausgearbeitetes Ergebnis, dass der Gesetzgeber es vielleicht als Geburtstagsgeschenk 2023 zum dann 100-jährigen Jugendgerichtsgesetz umsetzen sollte.« Prof. em. Dr. Bernd-Rüdeger Sonnen, in: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe, 4/2021

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