Der Staat als "geistige Wirklichkeit"

Der philosophisch-anthropologische Aspekt des Verfassungsdenkens Rudolf Smends

2008. 374 S.
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78,00 €
ISBN 978-3-428-12873-0
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70,00 €
ISBN 978-3-428-52873-8
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Price for libraries: 90,00 € [?]
94,00 €
ISBN 978-3-428-82873-9
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Price for libraries: 120,00 € [?]

Description

Was bedeutet es, Staat und Staatsrecht in ihrer Selbstzweckhaftigkeit und Symbolizität zu verstehen? Präambel, Grundrechte, Staatsfarben sowie alle verfassungsinstitutionellen Vorgänge werden im staatsrechtlichen Werk Rudolf Smends (1882 - 1975) weder in formaljuristischer Wirklichkeitsparanoia ausgeklammert noch als kulturell verkleidete Apparatur zur Daseinsvorsorge oder gar als Ermächtigungsstrategien begriffen. Staatsrechtlicher Logos und Verfassungspraxis unterhalten bei Smend ethisch-normative Beziehungen zu unverfügbaren, "über Staat und Staatsmacht stehenden Normen und Ordnungen". Dieses Denken wendet sich 'unzeitgemäß' gegen pluralistische Gesellschaftsentwürfe, insofern diese Isolation, Gleichgültigkeit und das Aneinandervorbeilaufen der Meinungen bedeuten. Dagegen impliziert das Verfassungsdenken Smends ein "streng-demokratisches" Verständnis des politischen Gemeinwesens als einer Solidargemeinschaft sich gegenseitig anerkennender Bürger.

Thomas Notthoff spürt in seiner Arbeit das Gravitationszentrum der staatsrechtlichen Schriften Rudolf Smends auf. Er befasst sich mit dem Amtsgedanken als Hauptelement der Fortführungen des Smendschen Verfassungsverständnisses, unternimmt die Einordnung dieses Denkens in die Traditionen der Politischen Wissenschaft und ist um den geistigen Ort des Welt- und Menschenbildes Rudolf Smends in seinem kulturgeschichtlichen Nexus bemüht.

Overview

Inhaltsübersicht: Vorsatz - Erster Teil: Die Untersuchungsperspektive: Befund - Bemerkungen zur Forschung - Fragestellung und Movens - Zweiter Teil: Das Verfassungsdenken Rudolf Smends in seinem staatsrechtlichen Werk: Rudolf Smends staatsrechtliche Schriften - Zwischenbetrachtung: Eine Philosophie des öffentlichen Rechts - Dritter Teil: Fortführungen des Verfassungsdenkens Rudolf Smends: Schüler und Nachfolger: Der Amtsgedanke - Die Problematik der repräsentativen Demokratie - Zwischenbetrachtung: Der Amtsgedanke und seine ethisch-normative Bestimmtheit - Vierter Teil: Verortung des Verfassungsdenkens Rudolf Smends in der Politischen Wissenschaft: Staatsrechtslehre und Politische Wissenschaft - Smends Max Weber-Kritik: "Wirklichkeitssinn" und "Staatsfremdheit" - Zwischenbetrachtung: Das ethisch-politische Erbe im Verfassungsdenken Rudolf Smends - Fünfter Teil: Der geistige Ort des Verfassungsdenkens Rudolf Smends: Das Kulturproblem der Moderne: Extensivität / Instrumentalismus / Autonomie / Immanenz - Antworten auf das Kulturproblem der Moderne - Schlussbetrachtungen - Literaturverzeichnis - Personenregister

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