Der halbherzige Rücktritt

Zum Rücktritt des Alleintäters vom beendeten Versuch

2002. 210 S.
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ISBN 978-3-428-10732-2
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Description

Der Autor beschäftigt sich mit den Anforderungen, die an einen Rücktritt des Alleintäters vom tauglichen, beendeten Versuch gemäß § 24 Abs. 1 S. 1 2. Alt. StGB zu stellen sind. Es wird keinem bestimmten Rücktrittsgrund gefolgt, sondern sowohl auf die Strafwürdigkeit des Täters als auch auf Opferschutzaspekte als Grundgedanken des Rücktritts abgestellt. Die Forderung nach mehr oder minder ausgeprägten Optimalleistungen für ein "Verhindern" im Sinne der Vorschrift wird abgelehnt. Allerdings reicht ein bloßes Verursachen ebenfalls nicht aus. Eine Unterscheidung zwischen eigen- und fremdhändigen Rettungshandlungen wird verworfen.

In objektiver Hinsicht wird gefordert, daß der Täter eine ex-ante, objektiv geeignete Rettungshandlung vornimmt, bzw. daß der Rücktrittserfolg vom Täter ex-ante, objektiv voraussehbar herbeigeführt worden ist. Subjektiv wird ein psychologisierendes Freiwilligkeitsverständnis vertreten und ein einfacher Rücktrittswille gefordert, d. h. insbesondere der Forderung nach Absicht als Rücktrittswille wird nicht gefolgt.

Overview

Inhaltsübersicht: A. Einleitung - B. Die Begründung des Rücktrittsprivilegs: Die Rechtstheorien - Die Ermessenstheorien - C. Standort des Rücktritts in der strafrechtlichen Systematik: Ausschluß des tatbestandsmäßigen Unrechts infolge Rücktritts - Rücktritt als Strafaufhebungsgrund - Die Schuldtheorien - Ergebnis - D. Die Vollendungsverhinderung i.S.v. § 24 I S. 1 2. Alt: Stand der Rechtsprechung - Auffassungen der Literatur - Stand der Diskussion für einen erfolgs- bzw. einen verhaltensorientierten Ansatz - Bewertung der Diskussion anhand der Fragestellung, ob "Optimalleistungen" zu fordern sind - E. Die Abgrenzung zwischen eigenen und fremden Rettungshandlungen: Vergleichende Darstellung der unterschiedlichen Anforderungen an eigen- und fremdhändige Rettungshandlungen - Argumente für die unterschiedlichen Anforderungen - Bewertung der Argumente für eine Ungleichbehandlung - Weitere Argumente gegen eine Ungleichbehandlung - Ergebnis - F. Entwicklung eines zusätzlichen objektiven Rücktrittskriteriums: Notwendigkeit eines zusätzlichen Kriteriums über die (Mit-)Ursächlichkeit hinaus - Entwicklung eines zusätzlichen objektiven Kriteriums über die (Mit-)Ursächlichkeit hinaus - Mögliche Einwendungen gegen das Korrektiv der Geeignetheit - G. Die subjektive Seite des Rücktritts: Die Freiwilligkeit des Rücktritts - Der Rücktrittswille - H. Die ermittelten Rücktrittsvoraussetzungen - I. Anwendung der ermittelten Rücktrittsvoraussetzungen auf einige bekannte Beispielsfälle: Der sog. Krankenhausfall - Der sog. Brandfall, BGH NJW 1985, 813 - Der sog. Telefonbuchfall, BGH NJW 1986, 1001 - Der sog. E-605-Fall, BGH NStZ 1989, 525 - J. Zusammenfassung - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis

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