Das Thema "Preußen" in Wissenschaft und Wissenschaftspolitik des 19. und 20. Jahrhunderts
2006. 373 S.
Available as
84,00 €
ISBN 978-3-428-12061-1
available
75,90 €
ISBN 978-3-428-52061-9
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Price for libraries: 98,00 € [?]
99,90 €
ISBN 978-3-428-82061-0
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Price for libraries: 128,00 € [?]

Description

Der Band: "Das Thema 'Preußen' in Wissenschaft und Wissenschaftspolitik des 19. und 20. Jahrhunderts" versammelt Beiträge zur wissenschaftlichen Bearbeitung preußischer Themen in der neueren internationalen Historiographie. An ausgewählten Beispielen seit dem späten 18. Jahrhundert wird herausgearbeitet, wie dieses Forschungsobjekt in Prozeß der Verwissenschaftlichung der Geschichtsbetrachtung zur Fachentwicklung beigetragen hat. Es wird deutlich, daß diese Frage nur im Kontext der Entwicklung der Kulturstaatlichkeit im 19. und 20. Jahrhundert zu beantworten ist. Die fachinterne Perspektive kann freilich nicht allein aus der universitären Geschichtswissenschaft heraus erklärt werden. Der Bezug zur Geschichte der Archive, deren wissenschaftsgeschichtliche Bedeutung an diesem Beispiel ans Licht tritt, wird in die Betrachtung wiederholt einbezogen. Die exemplarische Untersuchung der Bedeutung von historischen Vereinen und Kommissionen erweitert den staatsbezogenen Blick hinein in eine gesellschaftliche Perspektive.

Für das 20. Jahrhundert wird verstärkt nach dem Verhältnis von geschichtswissenschaftlicher Bearbeitung des Themas Preußen und außerwissenschaftlicher Instrumentalisierung, vor allen Dingen in Zeiten von Diktaturen, gefragt. Dies betrifft sowohl Preußens Instrumentalisierung im Dritten Reich als auch die Betrachtung des Themas Preußen in der "geplanten" Wissenschaft der DDR. Für alle Epochen, so auch für diese, erweist sich die Frage nach den Grenzen staatlicher Lenkung historiographischer Themen als fruchtbar.

Die Beiträger sind im Vorfeld gebeten worden, ihre Forschungen unter Einbeziehung der erst heute zugänglichen archivalischen Basis durchzuführen. An mehreren Stellen werden den Aufsätzen unpublizierte Schlüsselquellen als Editionsanhang beigegeben.

Overview

Inhalt: W. Neugebauer, Zur Einführung: Fragen zur preußischen Historiographieentwicklung - W. Neugebauer, Die preußischen Staatshistoriographen des 19. und 20. Jahrhunderts - G. Heinrich, Amtsträger als Historiographen des Preußischen Staates (1750-1815) - J. Kloosterhuis, Edition, Integration, Legitimation. Politische Implikationen der archivischen Entwicklung in Preußen, 1803-1924 - K. Neitmann, Geschichtsvereine und Historische Kommissionen als Organisationsformen der Landesgeschichtsforschung, dargestellt am Beispiel der preußischen Provinz Brandenburg - J. Bahlcke, Von Palacký bis Pekař. Preußen als Thema der tschechischen Geschichtswissenschaft im 19. und frühen 20. Jahrhundert - R. Gehrke, Das "räuberische Monstrum". Preußen in der polnischen Historiographie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts - B. vom Brocke, Über den Beinamen "der Große" von Alexander dem Großen bis zu Kaiser Wilhelm "dem Großen". Annotationen zu Otto Hintzes Denkschrift "Die Bezeichnung 'Kaiser Wilhelm der Große'" für Friedrich Althoff (1901). Zugleich ein Exemplum historischer Politikberatung im preußischen Kulturstaat - H.-C. Kraus, Preußen als Lebensthema Friedrich Meineckes. Geschichtsschreibung und politische Reflexion - F.-L. Kroll, Preußenbild und Preußenforschung im Dritten Reich - B. Holtz, Das Thema Preußen in Wissenschaft und Wissenschaftspolitik der DDR - K. Schwabe, Gerhard Ritter und die Bedeutung Preußens für die deutsche Geschichte

Press Reviews

»In den […] Beiträgen, an deren Texte sich teilweise der Abdruck von Quellen anschließt, steht die Historiographie in gewisser Weise selbst auf dem Prüfstand. Die Beschränkung auf einen zeitlichen und sachlichen Rahmen, hier in Preußen im 19. und 20. Jahrhundert, führt zu Tiefengewinn und gibt dem, was Wissenschaft selbst hierbei letztlich ausmacht, deutlichere Konturen. Die Einbeziehung erstmals zugänglicher Archivbestände verleiht dem Werk besondere Aktualität. Mit den jeweils gefundenen Antworten werden neue Fragen angestoßen, und das bleibt nach wie vor das wünschenswerteste Ergebnis wissenschaftlicher Diskussionen.«
Gerhard Sprenger, in: Jahrbuch für Brandenburgische Landesgeschichte, 57/2006

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