Das Risiko materiell fehlerhafter Urteile
2002. Tab.; 274 S.
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ISBN 978-3-428-09394-6
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Description

Die Autorin macht Einwendungen gegen die Auslegungen der deutschen, amerikanischen und schwedischen Beweismaßnormen, weil sie gleichzeitig von einem unelastischen und subjektiv-intuitiven Beweismaß ausgehen. Tatsächlich ist das Beweismaß sowohl in Straf- als auch Zivilfällen elastisch. Außer dem subjektiv-kognitiven Beweismaß sollte deshalb auch ein normativ-rationales Beweismaß angewandt werden, weil auf diese Weise sowohl die Rationalität als auch die eventuelle Irrationalität der Elastizität erklärt werden kann. Ein normativ-rationales Beweismaß würde zudem eine effektivere Kontrolle der Elastizität des Beweismaßes ermöglichen. Das normativ-rationale Beweismaß bezieht damit gleichzeitig Stellung hinsichtlich des Risikos fehlerhafter Urteile, und zwar mit Hilfe von vier in der Beweislastdiskussion gewöhnlichen Argumenten. Eine beschlußtheoretische Methode, die die Konsequenzen auf eine gerechte Weise zwischen den Parteien im Lichte der Argumente verteilt, wird vorgeschlagen. Minna Gräns diskutiert darüber hinaus den Wahrheitsbegriff, die Theorie der Beweiswürdigung, Irrtümer bei der Beweiswürdigung und die Bedeutung des Risikos hinsichtlich der Prozeßzwecke.

Overview

Inhaltsübersicht: Kapitel I: Probleme der gerichtlichen Schlußfolgerung: Einleitung: Norm-, Tatsachen- und Subsumtionsunsicherheit - Methode und Problemstellung der Abhandlung - Über die theoretisch-methodologischen Rahmen der juristischen Argumentation - Wahrheitsfindung und Wahrheitstheorien in gerichtlichen Verfahren - Kapitel II: Zwecke und Funktionen des gerichtlichen Straf- und Zivilverfahrens: Einleitung - Der Strafprozeß - Der Zivilprozeß - Vorläufige Zusammenfassung - Kapitel III: Materiell fehlerhafte Urteile: Einleitung - Fehlerhafte Verurteilungen und Freisprüche - Materiell fehlerhafte Urteile in Zivilsachen - Vorläufige Zusammenfassung - Kapitel IV: Grundzüge der Beweiswürdigung: Allgemeines - Der Beweismechanismus - Kapitel V: Beweiswürdigung und Wahrscheinlichkeit: Einleitung - Der objektive Wahrscheinlichkeitsbegriff - Der subjektive Wahrscheinlichkeitsbegriff - Der formale Wahrscheinlichkeitsbegriff - Über die Anwendbarkeit des Axioms P(a) = 1 - P(~ a) bei der gerichtlichen Beweiswürdigung - Die traditionelle Statistik und Beweiswürdigung - Grundzüge der Beweiswertmethode - Subjektive Wahrscheinlichkeit als Glaubensgrad - Formeln und Intuition - Die Anwendung numerischer Werte anstatt sprachlicher Ausdrücke - Kapitel VI: Über die gegenwärtigen Beweismaßkriterien: Einleitung - Deutschland: Überzeugung über Wahrheit oder Wahrscheinlichkeit? - Über die Elastizität der amerikanischen Beweismaße - Kognitives oder normatives Beweismaß? - Normativität des Beweismaßes in Schweden - Kapitel VII: Allgemeine Entscheidungstheorie und Beweismaß: Über einige entscheidungstheoretische Grundbegriffe - Das Modell von John Kaplan - Die Kritik von Tribe und Bourmistrov-Jüttner: Analyse und Gegenkritik - Einige deutsche und amerikanische entscheidungstheoretisch geprägte Modelle - Entwicklung des Kaplan-Modelles - Herleitung eines rationellen Beweismaßes - Gewichtung der Argumente und das endgültige Beweismaß - Lösung von Fällen, wo die P(BT)min-Werte nicht erfüllt sind Beispiel: Verbraucherversicherung, NJA 1984, 501 - Kapitel VIII: Zusammenfassung - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis

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