(Ed.)
20 Jahre Deutsche Einheit

Erfolge, Ambivalenzen, Probleme. Mit Grußworten von Angela Merkel und Thomas de Maizière

2010. 4 Bildtafeln, 2 Tab., 1 Abb.; 270 S.
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ISBN 978-3-428-13416-8
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ISBN 978-3-428-53416-6
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ISBN 978-3-428-83416-7
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Description

Von Friedrich Nietzsche haben wir gelernt, dass große Politik zu betreiben durchaus eine Aufgabe sein kann. Die Reichsgründung 1871 wie die Wiedergründung des deutschen Nationalstaates von 1990 symbolisieren sicherlich große Politik.

Die Gesellschaft für Deutschlandforschung (GfD) hat es sich seit ihrer Gründung von 1978 angelegen sein lassen, als Forschungsgegenstand Deutschland zu wählen. Das bleibt auch heute noch ihre Aufgabe, wenn sie das Zusammenwachsen von Ost und West analysiert. 1978 war Deutschland geteilt, die deutsche Frage war offen, die Gesellschaftsmitglieder hielten sie auch für offen und die deutsche Teilung eben nicht fatalistisch für ein Fatum.

Die GfD hatte insofern, als sie sich eben nicht nur mit der DDR abgeben wollte, immer schon große Politik vor Augen, denn wie anders ließe sich die Lösung der deutschen Frage vorstellen als durch große Politik? Deshalb lag es für die GfD nahe, die Frage aufzuwerfen, ob und wie die Geschichte gewordenen Daten 1871 und 1989/90 miteinander harmonieren oder differieren. Auf diese Eingangsfrage dürfen wir zwei prominente Antworten erwarten.

Der Vergleich von 1871 und 1990 kann nicht bedeuten zu wiederholen, dass Männer (Bismarck und Kohl u.a.) Geschichte machen – wer könnte etwa Maggie Thatcher vergessen, besonders 1989/90. Das Programm der Konferenz zeigt, dass viele beteiligt waren und keinesfalls zuletzt das deutsche Volk selbst, natürlich in erster Linie in der DDR, das den Herrschenden die demokratische und die nationale Karte zeigte; eine Art Nationalbewegung wuchs sich zu einer Revolution aus und veränderte die Grundstrukturen Europas.

Overview

Tilman Mayer
Einleitung

Angela Merkel
Grußwort anlässlich der 32. Jahrestagung der Gesellschaft für Deutschlandforschung

Thomas de Maizière
Grußwort des Bundesministers des Innern bei der Jahrestagung 2010 der Gesellschaft für Deutschlandforschung

I. Die Kunst der Politik im Gründungs- und Einigungsprozess

Michael Stürmer
Bismarck und die Deutsche Frage 1870/1871

Hans-Peter Schwarz
Reichsgründung und Wiedervereinigung: Variationen zum Thema »Vergleichbarkeit und Unvergleichbarkeit« von Otto von Bismarck und Helmut Kohl

II. Binnen- und Außenperspektiven

Joachim Scholtyseck
Staatskunst und »Kunst der Diplomatie« 1989/1990?

Brigitte Seebacher
Mitterrand, Brandt, Kohl und die nationale Frage in Deutschland

Christian Hacke
Die USA und die deutsche Wiedervereinigung

Armin Mitter
Die Oder-Neiße-Grenze und die deutsche Vereinigung 1989/90

III. Verhandlungsstrategien

Andreas Rödder
20 Jahre deutsche Einheit. Verhandlungsstrategie West: Bonn

Ilko-Sascha Kowalczuk
Die Wiedervereinigung Deutschlands – historische Anmerkungen

Reinhard Müller
Frieden mit Deutschland? Der Zwei-plus-Vier-Vertrag

Hans-Georg Wieck
Der deutsch-deutsche Vereinigungsprozess aus internationaler Sicht. Vom Albtraum der deutschen Einheit vor 1989 zur Einheit Deutschlands als Fundament der Einheit Europas nach 1989

IV. Einheit? Diktatur?

Eckhard Jesse
Die Stellung der Parteien, der Publizistik und der Wissenschaft zur deutschen Einheit in den achtziger Jahren

Erhart Neubert
Der Umgang mit der SED-Diktatur: Versäumnisse, Möglichkeiten

Barbara Zehnpfennig
Ingenieure der Seele

V. Der Vereinigungsprozess nach 20 Jahren

Karl-Heinz Paqué
Die wirtschaftliche Entwicklung nach 20 Jahren Wiedervereinigung: Bilanz 2010

Günther Heydemann
Die demographische Entwicklung im vereinten Deutschland zwischen Bevölkerungswachstum und -schrumpfung

Lars Normann
20 Jahre BStU – Eine Zwischenbilanz

Dieter Schulz
Die Herstellung der Einheit Deutschlands und das Schul- und Bildungswesen in den neuen Bundesländern in den Jahren zwischen 1990 und 2010. Skizzen einer Zwischenbilanz und Perspektiven

Herausgeber und Autoren

Press Reviews

»Der Band [dürfte] zur Haben-Seite der Jubiläumsliteratur zu zählen sein.« Werner Müller, in: Jahrbuch Extremismus und Demokratie, 23/2011

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