Pflegesicherung in Deutschland: Trotz unbestrittener Erfolge bleibt Reformbedarf erheblich (VJH 4/2014)
2014. S. 5–157.
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ISBN 978-3-428-14725-0
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Beschreibung

Konnten die Ziele der vor 20 Jahren eingeführten Pflegeversicherung erreicht werden? Zweifellos hat die Pflegeversicherung erhebliche Erfolge erzielt: Die Pflegeinfrastruktur wurde quantitativ und qualitativ ausgebaut, die Zahl der auf Sozialhilfe angewiesenen Pflegebedürftigen ist deutlich zurückgegangen, das Pflegerisiko wurde als allgemeines Lebensrisiko anerkannt. Neben den Erfolgen gibt es aber auch Defizite. Eine zentrale Reformbaustelle ist die Finanzierung der Pflegeversicherung. Lässt sich diese durch Rücklagen und einen Pflegefonds nachhaltig sichern, und sind Reservemittel ausreichend vor einer Abschöpfung und der Pflegefonds vor politischen Zugriffen geschützt? Ein weiterer Mangel der Pflegesicherung wird in einer fehlenden Zusammenführung sozialer und rechtlicher Betreuung gesehen. Gerügt wird auch das der Qualitätssicherung dienende Instrument der Pflegenoten, da es nicht entlang wissenschaftlicher Erwägungen entwickelt wurde. Herausgefordert ist Pflegepolitik auch wegen der Sicherung des künftigen Personals im Pflegesektor. Ist dafür das Eingrenzen der Nachfrage durch vermehrte Prävention oder das Erhöhen des Angebots an Pflegepersonal ergiebiger? Diese zentralen Themen der Absicherung von Pflegebedürftigkeit werden in dem vorliegenden Vierteljahrsheft in acht Beiträgen präsentiert.

Inhaltsübersicht

Kornelia Hagen und Heinz Rothgang
Erfolge und Misserfolge der Pflegeversicherung – Ihre Weiterentwicklung bleibt notwendig

Heike Hoffer und Martin Schölkopf
20 Jahre Gesetzliche Pflegeversicherung – Mythen und Fakten

Damian Fichte
Notwendigkeit und Ausgestaltung von Rücklagen in der Sozialen Pflegeversicherung

Rainer Pitschas und Günter Thiele
Reform der Pflegeversicherung und rechtliche Betreuung – Integration und Finanzierung als zentrale Aufgaben einer Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur

Martina Hasseler
Heraus- und Anforderungen an eine systematische Qualitätsmessung und -berichterstattung in der Langzeitpflege

Christian Weiß, Susanne Sünderkamp und Heinz Rothgang
Strukturelle Einflüsse auf die Pflegenoten: Eine Analyse nach Anbietergröße, Trägerschaft und regionaler Lage

Dieter Bogai
Perspektiven des Arbeitsmarktes für Pflegekräfte

Michaela Evans, Günter Thiele, Kai Ziegler und Franziska Risthaus
Zwischen Ökonomisierungsangst und Wachstumseuphorie: Zur Governance der Arbeit im Pflegesektor

Erika Schulz und Johannes Geyer
Pflegebedarfe und Pflegesettings – Ein Vergleich formeller und informeller Pflege in ausgewählten europäischen Ländern

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