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ISBN 978-3-428-18449-1
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ISBN 978-3-428-58449-9
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Beschreibung

Das Wissenserfordernis im Rahmen der Ad-Hoc-Publizität gehört zu den umstrittensten Themen der europäischen Kapitalmarktinformationshaftung. Es geht um die kognitiven Anforderungen an kapitalmarktorientierte Gesellschaften (Emittenten) bei Erfüllung der Ad-Hoc-Publizitätspflicht nach Art. 17 der Marktmissbrauchsverordnung, VO 596/2014 (MAR). Gemäß Art. 17 Abs. 1 MAR haben Emittenten Insiderinformationen, die sie unmittelbar betreffen, unverzüglich zu veröffentlichen. Hierbei schweigt die Vorschrift zu der entscheidenden Frage, bei welchen Personen innerhalb des Emittenten sich eine Insiderinformation befinden muss, damit die Ad-Hoc-Publizitätspflicht entsteht. Durch Auslegung des Art. 17 MAR ermittelt der Autor, dass die Ad-Hoc-Publizitätspflicht implizit die Kenntnis des Emittenten voraussetzt. Die deshalb erforderliche Wissenszurechnung gewinnt er aus unionsrechtlichen Grundsätzen und beschränkt sie grundsätzlich auf die Führungsebene.

Inhaltsübersicht

1. Einführung
Problemaufriss – Meinungsstand und praktische Unterschiede – Vergleich und praktische Implikationen
2. Informationspflichten und Verhaltenssteuerung
Informationelle Regulierung des Kapitalmarkts – Rechtsfolgenbetrachtung
3. Wissen und Wissensorganisation im Rahmen des Art. 17 Abs. 1 MAR
Gegenstand des Wissens – Ad-Hoc-Publizität und nationale Vorschriften – Das Wissenserfordernis als Tatbestandsmerkmal des Art. 17 Abs. 1 MAR – Keine Anwendung von Wissensorganisationspflichten
4. Wissenszurechnung im Rahmen des Art. 17 Abs. 1 MAR
Maßstäbe der Wissenszurechnung – Relevante Personen im Rahmen des Art. 17 Abs. 1 MAR – Schranken der Wissenszurechnung
5. Schluss
Stringenz in der Konzernbetrachtung – Zusammenfassung in Thesen
Literaturverzeichnis
Sachverzeichnis

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