Wirtschaftsvölkerstrafrecht

Grundlagen der völkerstrafrechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen

2018. 95 S.
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ISBN 978-3-428-15515-6
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ISBN 978-3-428-85515-5
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Beschreibung

Die Frage der strafrechtlichen Haftung transnationaler Wirtschaftsunternehmen für völkerrechtliche Verbrechen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nach begrifflichen Vorbemerkungen werden zunächst die Formen der Unternehmensbeteiligung an solchen Verbrechen sowie die Praxis seit Nürnberg dargestellt. Dieser lässt sich eine Tendenz zur Unternehmungshaftung entnehmen. Aus diesem Grund und weil Unternehmen letztlich durch ihre Mitarbeiter handeln, kann die Haftung nicht rein kollektiv – im Sinne eines reinen Organisationsmodells –, sondern nur auf der Grundlage des Zurechnungsmodells überzeugend begründet werden, und zwar als derivative, auf Aufsichts- bzw. Organisationsverschulden beruhende Unternehmenshaftung. Der individualstrafrechtliche Ansatz des Zurechnungsmodells verweist auf die bekannten Formen strafbarer Beteiligung, wobei insbesondere eine Beihilfehaftung in Betracht kommt. Alles in allem wird jedoch vor zu hohen Erwartungen an eine (völker)strafrechtliche Unternehmenshaftung gewarnt. Das Strafrecht kann auch hier nur als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes (beschränkte) präventive Wirkungen entfalten.

Inhaltsübersicht

I. Begriffliche Vorbemerkungen

II. Beteiligung von Unternehmen an völkerstrafrechtlichem Unrecht aus rechtstatsächlicher Sicht

III. Völkerstrafrechtliche Praxis

Nürnberg – Aktuelle Praxis

IV. Haftungsfragen

Vorfrage: Fokus auf das Unternehmen als solches (»corporate approach«) – Organisations- vs. Zurechnungsmodell

V. Formen strafbarer Beteiligung

Täterschaftliche Haftung – Strafbare Beihilfe versus »neutrale« Handlungen

Fazit

Literatur- und Sachwortverzeichnis

Pressestimmen

»Die kenntnisreichen und anregenden Ausführungen von Ambos machen einmal mehr deutlich, dass eine Aufarbeitung transnationaler Menschenrechtsverletzungen durch die Anerkennung einer völkerstrafrechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen zumindest de lege lata noch viele dogmatische Hürden zu nehmen hat.« Prof. Dr. Petra Wittig, in: Neue Kriminalpolitik, Jg. 31, Heft 2/2019

»Das vorliegende Buch trifft den Geist der Zeit, indem es die Idee, auch Unternehmen strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen, auf das Völkerstrafrecht überträgt. Durch die grundlegende Auseinandersetzung mit dem Meinungsstand in komprimierter Form wird es den Leserinnen
und Lesern ermöglicht, rasch die Grundlagen für eine weiterführende Diskussion zu erhalten. Insofern ist es allen an einer Diskussion um rechtsstaatliche Prinzipien Interessierten, den in Zeiten globaler Wirtschaftsstrukturen auch an der Effizienz des Strafrechts gelegen ist, sehr zu empfehlen. Der Autor schafft es vorbildlich, die zentralen Gedanken in verständlicher Sprache darzustellen, ohne sich auf der einen Seite in Details zu verlieren, auf der anderen Seite bietet die umfangsreiche Quellenangabe in den Fußnoten und im Literaturverzeichnis für die an einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit der Thematik Interessierten hinreichend Stoff zum Nachschlagen, was Wendung ersetzen durch die Qualität des Buches unterstreicht.« Prof. Dr. Alois Birklbauer, in: Journal für Strafrecht, Heft 1/2019

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