Wie sicher ist unsere Zukunft?

Entwicklungsperspektiven der sozialen Sicherung. Tagungsband zur Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute e. V. im April 1997 in Bonn

1997. Tab., Abb.; 197 S.
Erhältlich als
62,00 €
ISBN 978-3-428-09348-9
sofort lieferbar
55,90 €
ISBN 978-3-428-49348-7
lieferbar innerhalb von 2–4 Werktagen
[Warum nicht sofort?]
 
Preis für Bibliotheken: 72,00 € [?]

Beschreibung

Die Zukunft des deutschen Modells der sozialen Sicherung war Thema einer Tagung, deren Beiträge in dieser Veröffentlichung vorgestellt werden. Sie zeigen Reformperspektiven auf und wurden kontrovers diskutiert:

Generell sei, so lautete eine These, im System der sozialen Sicherung das Äquivalenzprinzip gegenüber dem Umverteilungsziel zu stärken, wobei die gesetzliche Pflichtversicherung vor allem das allgemein akzeptierte Mindestversorgungsniveau abzudecken hätte.

Im Hinblick auf die Arbeitslosenversicherung wurde die These vertreten, daß die drastische Verschärfung der Zumutbarkeitsbedingungen und die Verringerung der Lohnersatzquote für kurzfristig Arbeitslose die effiziente Arbeitssuche verhindere, aber auch mit dem Einkommensversicherungscharakter der Arbeitslosenunterstützung unvereinbar sei. Die langfristige Gewährung einer Unterstützung aber leiste der Langzeitarbeitslosigkeit Vorschub und wäre einzuschränken, sei es zugunsten einer Lohnkostensubventionierung, sei es zu Lasten der allgemeinen Sozialhilfe.

In der Rentenversicherung sei - so wurde ausgeführt - der Übergang zu einem Kapitalstockverfahren geboten, da vergleichbare Rentenansprüche mit nur 40 bis 50 vH der Beiträge erzielt werden könnten, die im gegenwärtigen Umlageverfahren zu erbringen wären. In jedem Fall sei eine immer stärker ausgebaute Eigenvorsorge unverzichtbar. In einer Gegenthese wurde darauf verwiesen, daß die eigentlichen Probleme der Alterssicherung in der bestehenden Arbeitsmarktlage, den veränderten Formen der Erwerbstätigkeit und den demographischen Veränderungen lägen, auf die jedes System eine angemessene Antwort finden müsse.

Hinsichtlich des Gesundheitssystems wurde mit Blick auf die USA die Position vertreten, daß die privatwirtschaftliche Organisation nicht ohne weiteres höhere Effizienz bzw. größere Kostenersparnis gewährleiste. Auch wurde angemerkt, daß es keinen statistischen Zusammenhang zwischen Gesundheitsausgaben und der Lebenserwartung als dem Indikator für

Inhaltsübersicht

Inhalt: R. Layard, How to Prevent Long-Term Unemployment - J. Eekhoff, Die Zukunft der sozialen Sicherung in einem integrierten Europa: Konsequenzen für die Rentenreform? - H. H. Glismann / E.-J. Horn, Hat das umlagefinanzierte Rentensystem noch eine Chance? - B. Rürup, Korreferat - G. Wagner, Steine auf dem Weg zu einer effizienten Krankenversicherung - J. Wasem, Korreferat: Zur Regulierung des Gesundheitssystems: "Wettbewerb oder Solidarität"? - V. Steiner, Kann die Effizienz der deutschen Arbeitslosenversicherung erhöht werden? - D. Sadowski, Korreferat - K. Biedenkopf, Die Rolle des Staates in der sozialen Sicherung im 21. Jahrhundert

Bücher aus denselben Fachgebieten

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer.