Washington und Rom

Der Katholizismus in der amerikanischen Kultur

1995. Tab.; IX, 281 S.
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Beschreibung

Die amerikanischen Katholiken, lange Zeit eine um Anerkennung kämpfende Minderheit, sind heute in das Zentrum der amerikanischen Gesellschaft gerückt. Michael Zöller beschreibt den langen und schwierigen Weg von einer Einwandererkirche zur größten amerikanischen Religionsgemeinschaft als Verwirklichung einer "kulturellen Unwahrscheinlichkeit".

Im Spannungsfeld von Washington und Rom mußte die katholische Kirche lernen, sich gleichzeitig nach innen und außen zu erklären. Dies hieß zunächst, daß der als unamerikanisch angeprangerte Katholizismus sich in einer feindseligen Umwelt zu behaupten hatte. Mit der zunehmenden Integration der Katholiken trat dagegen die entsprechende interne Auseinandersetzung in den Vordergrund. Gestritten wurde nun um die richtige Mischung aus Distanz und Nähe zur amerikanischen Kultur und damit zur modernen Kultur überhaupt.

Zöller verbindet drei Perspektiven. Er schildert den amerikanischen Katholizismus als solchen, ordnet dessen Entwicklung in die amerikanische Kultur- und Religionsgeschichte ein und stellt die gängigen Vorstellungen von der künftigen Rolle der Religion in Frage: Es gehe nicht mehr darum, ob die Religion in modernen Gesellschaften überleben werde, sondern um die Spannung zwischen dem Kulturprinzip Kirche und dem religiösen Individualismus.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: Katholizismus in Amerika - eine kulturelle Unwahrscheinlichkeit (Vorwort) - I. Europäische Vorposten im Amerika der Kolonialzeit (1492-1789): Von Florida bis Sonoma: Der spanische Gürtel - Von Arcadia bis Louisiana: Der französische Bogen - England unter veränderten Vorzeichen: Die Kolonien an der Atlantikküste - II. Selbstbehauptung in der Neuen Welt (1789-1865): Revolution und Religion - Aufbau kirchlicher Strukturen - Amerikanisierung der amerikanischen Religion - Katholizismus als Einwandererkirche - Kulturkampf in Amerika - Nord und Süd, Weiß und Schwarz, Progressiv und Konservativ - III. Kampf um die Bestimmung des eigenen Standortes: Die "große Krise" (1865-1908): Apologetik und Vorboten der Konflikte: "Katholisch werden und amerikanisch bleiben" - Die Antagonisten und die Streitpunkte - Abstand und Nähe zur amerikanischen Kultur: Der Kern des Konflikts - Das katholische Milieu - IV. Auf dem Weg in die Mitte Amerikas (1908-1963): Das kulturelle Klima nach dem Ersten Weltkrieg - Die Entstehung einer nationalen katholischen Öffentlichkeit - Als die Welt noch in Ordnung war -"Wohlhabend und langweilig?" - V. Eine Welt ohne Nonnen (1963-1986): Das Erdbeben - Kirchenmäuse: Die Soziologie des Aktivismus - Mißlungene Mobilisierung - VI. Katholisch in Amerika: Das Ende der Talfahrt - Die neuen ethnics - Priester, Priesterbildung und Theologie - Schulen und Universitäten: Das soziale Kapital des amerikanischen Katholizismus - Der religiöse Individualismus und das Kulturprinzip Kirche: Der amerikanische Weg nach Rom (Nachwort) - Anhang: Statistische Angaben für die Zeit von 1950 bis 1993 - Liste der amerikanischen Bistümer - Hinweise zur Literatur - Personen- und Stichwortverzeichnis

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