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Wallenstein

Mensch – Mythos – Memoria

2018. 2 Tab., 24 Abb. (darunter 10 farbige); VII, 572 S.
Erhältlich als
49,90 €
ISBN 978-3-428-15428-9
available
44,90 €
ISBN 978-3-428-55428-7
available
Preis für Bibliotheken: 58,00 € [?]
59,90 €
ISBN 978-3-428-85428-8
available
Preis für Bibliotheken: 76,00 € [?]

Beschreibung

Albrecht von Wallenstein gilt als eine der faszinierendsten Figuren des Dreißigjährigen Krieges. In einem interdisziplinären Zugriff widmen sich die 28 Beiträge des aus dem internationalen Nürnberger Symposium »Wallenstein. Mensch. Mythos. Memoria.« hervorgegangenen Sammelbandes seiner Persönlichkeit und seinem Mythos im Wandel der Zeiten. Sie gelten dem Alltag des Krieges ebenso wie dem Wirken eines zentralen Akteurs als Kriegsunternehmer und Landesherr. Zugleich erschließen sie die Bilder, die von Wallenstein seit dem 17. Jahrhundert in der Literatur, Kunst und Musik, im Film und in der aktuellen Vermarktung verbreitet werden. In der Verknüpfung von Fragestellungen und Erkenntnissen verschiedener nationaler und disziplinärer Wissenschaftskulturen werden auf dem aktuellen Stand der Forschung Desiderate ebenso sichtbar wie die methodischen Schwierigkeiten des Zugangs zu einer Zentralgestalt der europäischen Geschichte und ihrer Rezeption, die sie als schillerndes Diskursphänomen zeigt.

Inhaltsübersicht

Birgit Emich, Dirk Niefanger, Dominik Sauerer, Georg Seiderer
Einführung

Geoff Mortimer
Die Suche nach Wallenstein – Mensch oder Mythos?

Kriegsalltag

Horst Carl
Logistik in Zeiten des Krieges: Der Kriegsunternehmer Wallenstein und das Geschäft der Heeresversorgung

Jan Kilián
Militärische Gewalt in böhmischen Städten zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges

Arne Homann
Trümmer, Gräber, Schlachtfelder – Ein Blick auf die Archäologie des Dreißigjährigen Krieges

Marian Füssel
Kommentar

Wallenstein-Bilder

Silvia Serena Tschopp
Albrecht von Wallenstein in der zeitgenössischen Publizistik. Zu den Rahmenbedingungen und Konjunkturen medialer Kommunikation im Kontext des Dreißigjährigen Krieges

Hans Medick
Wallensteins Tod. Zeitgenössische Wahrnehmungen in Medien und Selbstzeugnissen

Arne Karsten
»Gut römisch und ein Mameluck«: Das Wallenstein-Bild in der konfessionellen Auseinandersetzung

Bernhard Jahn
Wallenstein oder die Grenzen des allegorischen Theaters – Zur Figur des Friedländers im Drama der 1630er Jahre (Johann Rudolph Fischer und Johann Micraelius)

Christoph Kampmann
Kommentar

Wallenstein – Persönlichkeit und Selbstverständnis

Wolfgang Mährle
Der gewalttätige Student. Wallenstein an der Hohen Schule in Altdorf

Robert Rebitsch
Wallenstein als Politiker und Diplomat

Ronald G. Asch
Albrecht von Wallenstein. Der letzte der großen Kriegsunternehmer?

Fritz Dross
Wallensteins Zipperlein

Petr Fidler
Waldstein als Bauherr, Mäzen und »Hausvater«

Martin Holý
Wallenstein als Bildungsmäzen des 17. Jahrhunderts

Anuschka Tischer
Kommentar

Wallenstein-Rezeption

Daniele Vecchiato
Wallenstein vor Schiller. Die literarische Darstellung des Generalissimus im späten 18. Jahrhundert

Peter-André Alt
Die dunkle Seite. Zur Psychologie des Okkulten und Astrologischen in Schillers »Wallenstein«

Jörg Krämer
Klassikerkult. Wallenstein in der Musik

Ursula Kocher
Ganz und gar real. Alfred Döblins Roman Wallenstein

Bettina Brandl-Risi
Von der Kraft der Geschichte auf dem Theater – Überlegungen zu Wallenstein im Theater der Gegenwart

Peter Burschel
Kommentar

Erinnerungskultur und Marketing

Jiří Hrbek
Die Erinnerung an Wallenstein in der Familie Waldstein im 17. und 18. Jahrhundert

Victoria Gutsche
Wallenstein auf der Leinwand – Stratege, Politiker, Egomane, Bürgerlicher

Jörg Wesche
Living and Playing History – Wallenstein in der populären Event- und Medienkultur

Ulrike Ludwig
Kommentar

Kulinarische Kultur im Krieg

Josef Matzerath
Kulinarisches aus dem Krieg. Zur Ästhetik der exquisiten Kochkunst des frühen 17.
Jahrhunderts

Quellen- und Literaturverzeichnis

Personen- und Ortsregister

Pressestimmen

»Insgesamt bietet der Band eine anregende Lektüre sowohl zu Einzelaspekten der Biografie Wallensteins und der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges bzw. der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts als auch zu dem, was spätere Generationen aus dem Feldherrn machten. Letzteres lässt sich auch als allgemeines Lehrstück zum jeweils zeit‑ und interessengebundenen Umgang mit historischen Persönlichkeiten lesen, das noch einmal das Bewusstsein für eine ausführliche Quellenkritik und die stets neu erforderliche Überprüfung liebgewonnener Topoi durch den Gang ins Archiv schärft. Ein die Einzelbeiträge überspannendes Literaturverzeichnis sowie ein Orts‑ und Personenregister tragen zu einer guten Nutzbarkeit für die künftige Forschung bei.« Dr. Max Plassmann, in: Militärgeschichtliche Zeitschrift, Band 78, Heft 1/2019

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