Verhaltensökonomik im Recht des Arbeitnehmerurhebers in Deutschland und der Schweiz
2014. 251 S.
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ISBN 978-3-428-14358-0
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Beschreibung

Die Arbeit beschäftigt sich mit der verhaltenssteuernden Wirkung rechtlicher Normen. Antina John legt dar, dass die Kenntnis dieser Wirkung in verschiedensten Bereichen von elementarer Bedeutung ist. Exemplarisch erfolgt die Darlegung am Beispiel des Rechtstransfers im Arbeitnehmerurheberrecht bei Pflichtwerken und dies rechtsvergleichend für das deutsche und schweizerische Recht. Diese verhaltensökonomische Untersuchung gewinnt besondere Relevanz vor dem Hintergrund, dass heutzutage bereits bis zu 75 Prozent der Arbeitnehmerurheber abhängig beschäftigt tätig sind. Es wird aufgezeigt, dass aufgrund des geltenden Schöpferprinzips der Arbeitnehmer originär Inhaber des Urheberrechts wird. Gleichzeitig erfolgt der Übergang der vermögensrechtlichen Rechte am Pflichtwerk auf den Arbeitgeber nur unvollständig. Als Alternativen werden sowohl die Einführung eines Produzentenurheberrechts als auch die gesetzliche Einräumung von Nutzungsrechten diskutiert.

Inhaltsübersicht

1. Einleitung

Einführung – Gegenstand der Arbeit – Gang der Arbeit

2. Ökonomik als Methode zur Untersuchung menschlichen Verhaltens

Ökonomik und Ökonomie – Der homo oeconomicus als Verhaltensmodell der Ökonomik – Ökonomik in der Rechtswissenschaft

3. Verhaltensökonomik in der Rechtswissenschaft

Historische Einbindung – Methoden der Verhaltensökonomik – Abweichung von der Annahme vollständiger Rationalität – Abweichung von der Eigennutzannahme – Bedeutung der Abweichungen für das Verhaltensmodell des homo oeconomicus – Paternalismusdebatte – Rezeption verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse im Recht – Beispiele für die Anwendung der Verhaltensökonomik im Recht

4. Arbeitnehmerurheberrecht

Interessenlage im deutschen Arbeitnehmerurheberrecht – § 43 D-UrhG als Generalklausel des deutschen Arbeitnehmerurheberrechts – Rolle der Verwertungsgesellschaften im deutschen Recht – Rechtslage im schweizerischen Arbeitnehmerurheberrecht – Rolle der Verwertungsgesellschaften

5. Verhaltensökonomische Analyse im Recht des Arbeitnehmerurhebers

Ansatzpunkte der Verhaltensökonomik im Recht des Arbeitnehmerurhebers – Verhaltensökonomische Begründung einer bestehenden gesetzlichen Regelung – Steuerungswirkung von Rechtsnormen bei Rechtsübergang an Pflichtwerken – Das Produzentenurheberrecht als Alternativmodell de lege ferenda – Fazit

6. Schlussbetrachtung und Thesen

Literatur- und Sachwortverzeichnis

Pressestimmen

»Aber ganz unabhängig davon ist der Verf. ein kohärentes, luzide begründetes Ergebnis ihres Experiments mit der überraschend produktiven Zusammenführung von zwei Bereichen gelungen. Sie wird damit gewiss in historischer, rechtsdogmatischer und rechtspolitischer Sicht auch in Ansehung der Differenzen zu einigen zum Teil anders konzipierten europäischen und internationalen Rechtsordnungen durch zahlreiche Anregungen und neuartige Perspektiven eine Bereicherung der Diskussion um ökonomische Effizienzbetrachtungen, sozio-ökonomische Wohlfahrtsüberlegungen und die sog. Rechtspaternalismusproblematik [...] bewirken.« RA Dr. Albrecht Götz v. Olenhusen, in: UFITA – Archiv für Urheber- und Medienrecht, Sonderdruck aus 1/2015

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