Umfang und Grenzen des ärztlichen Berufsgeheimnisses in Bezug auf Straftaten

Unter besonderer Berücksichtigung der Situation der forensischen Ambulanzen

2017. 332 S.
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ISBN 978-3-428-15139-4
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ISBN 978-3-428-55139-2
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ISBN 978-3-428-85139-3
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Beschreibung

Die sich zwischen Straf-, Medizin- und Sozialrecht bewegende Arbeit befasst sich sowohl mit einer allgemeinen als auch einer speziellen Facette des ärztlichen Berufsgeheimnisses. Die Untersuchung konstatiert, wie sich Umfang und Grenzen der Schweigepflicht darstellen, wenn ein Arzt bei der Behandlung von Patienten mit Anzeichen für Misshandlungen konfrontiert wird und nunmehr vor der Frage steht, unter welchen Voraussetzungen er seine Erkenntnisse anzeigen darf oder womöglich sogar muss. Darüber hinaus beleuchtet die Arbeit erstmals die spezielle Frage, wie sich derartige Situationen rechtlich für sog. »Forensische Ambulanzen« darstellen. Hierbei handelt es sich um Institutionen, die zumeist an rechtsmedizinischen Institutionen angesiedelt sind und sich zur Aufgabe gemacht haben, Opfern von Gewaltstraftaten eine informelle Anlaufstelle zur forensischen und beweisrechtlich verwertbaren Sicherung von Tatspuren zu bieten.

Die Dissertation wurde 2017 mit dem Förderpreis der Freunde der Universität Mainz e.V. ausgezeichnet.

Inhaltsübersicht

Einleitung

Erstes Kapitel: Rechtsquellen des ärztlichen Berufsgeheimnisses

Das Berufsrecht – Das Privatrecht – Datenschutzgesetze, Sozialgesetzbücher und weitere öffentlich-rechtliche Gesetze – Zwischenergebnis zu dem Verhältnis von außerstrafrechtlichen Vorschriften und dem strafrechtlichen Berufsgeheimnis des Arztes – Das strafrechtliche Berufsgeheimnis – Gesamtergebnis zu den Grundlagen des ärztlichen Berufsgeheimnisses

Zweites Kapitel: Umfang und Grenzen der ärztlichen Schweigepflicht in Bezug auf Straftaten

Der strafrechtliche Geheimnisschutz von Straftaten – Durchbrechungen der Schweigepflicht zu Gunsten der Aufklärung und Verhinderung von Straftaten

Drittes Kapitel: Die besondere Situation der Forensischen Ambulanzen

Begrifflichkeit, Tätigkeitsbereich und Abgrenzung von anderen Einrichtungen – Organisation der Forensischen Ambulanz am Beispiel Mainz – Recht der Tätigkeit der Forensischen Ambulanzen – Berufsgeheimnisrechtliche Sonderprobleme der Forensischen Ambulanzen

Zusammenfassung der Ergebnisse

Anlage

Literatur- und Stichwortverzeichnis

Pressestimmen

»Die Arbeit von Zander ist übersichtlich und klar strukturiert. Der Autorin gelingt ein Spagat zwischen wissenschaftlichem Tiefgang und praxistauglicher Darstellung und bereichert damit fraglos den bestehenden Kanon zu § 203 StGB. Die Schrift wird für künftige Arbeiten eine entscheidende Grundlage bilden. Demjenigen, der sich mit der Materie in Wissenschaft und/oder Praxis zu beschäftigen hat, kann die Lektüre gänzlich anempfohlen werden.« Dr. Sebastian Braun, in: Zeitschrift für Wirtschaftsstrafrecht und Haftung im Unternehmen, Heft 7-8/2019

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