Sebastian Derrer – ein Freiburger Rechtsgelehrter der frühen Neuzeit und sein Werk

Zugleich ein Beitrag zur Epoche der humanistischen Jurisprudenz

2010. Abb.; 354 S.
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ISBN 978-3-428-13143-3
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ISBN 978-3-428-53143-1
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ISBN 978-3-428-83143-2
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Beschreibung

Martin Kiefer untersucht Leben und Werk des bislang kaum bekannten Humanistenjuristen Sebastian Derrer (ca. 1495 bis 1541). Als Schüler und Lehrstuhlnachfolger des berühmten Rechtsgelehrten Ulrich Zasius in Freiburg setzte sich Derrer zum Ziel, dem römischen Recht eine zeitgemäße wissenschaftliche Ordnung zu geben. Von der Biografie ausgehend, untersucht der Autor die drei überlieferten Schriften Sebastian Derrers, die allesamt strikt systembildend konzipiert sind. Im Vordergrund stehen insbesondere das Erstlingswerk Iurisprudentiae Liber primus von 1540 und der aus nicht weniger als 718 Gliederungspunkten bestehende, 1567 posthum erschienene Typus Iurisprudentiae. Darin unterteilt der Rechtsgelehrte den gesamten Rechtsstoff nach grundlegend neuen Kriterien. Das Interesse an Derrers Lebenswerk resultiert deshalb aus der Tatsache, dass er als einer der ersten, wenn nicht gar als der erste juristische Systematiker gelten kann.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: A. Einführung: Forschungsziele - Forschungsstand - Quellen - B. Lebensstationen von Sebastian Derrer: Beruflicher Werdegang - Privater Werdegang - Zusammenfassung - C. Humanistische Jurisprudenz: Rechtsstil des mos gallicus - Ordnungsvorstellungen und Systemdenken in der humanistischen Jurisprudenz - D. Das Hauptwerk - Iurisprudentiae Liber primus (1540): Entstehung - Veröffentlichung - Literaturgattung - Das Werk als Antwort auf den Status quo der Rechtswissenschaft - Exkurs: Derrers Mitteilung über angebliche zivilrechtliche Kodifikationsbestrebungen Kaiser Maximilians I. - Rechtswissenschaftlicher Systementwurf - Gliederung und Schwerpunkte des Darstellungsteils - Resonanz in der Rechtswissenschaft - Zusammenfassung - E. Das Gesamtsystem - Typus Iurisprudentiae (1567): Entstehung - Veröffentlichung - Literaturgattung - Beweggründe - Darstellung des Systems - Weiterentwicklung der Trichotomie der Institutionen (personae, res, actiones) zur Derrerschen Tetrachotomie (persona, res, commercium, persecutio) - Größenverhältnis der dem Typus Iurisprudentiae immanenten Rechtsbereiche - Hochrechnung der zehnbändigen Größe der geplanten Iurisprudentiae Libri anhand des Typus Iurisprudentiae - Mögliche Aufteilung des zehnbändigen Werks der Iurisprudentiae Libri anhand des Typus Iurisprudentiae - Systemdivergenzen zwischen dem Typus Iurisprudentiae und dem Iurisprudentiae Liber primus - Zusammenfassung - F. Eine kurze Abhandlung - Epitome Iurisdictionum et Regalium (1568): Entstehung - Veröffentlichung - Literaturgattung - Inhalt - Zusammenfassung - G. Schlussbetrachtung - Anhang - Bibliografie - Personenregister

Pressestimmen

»In eindrucksvoller Weise werden in der vorliegenden Untersuchung nicht nur Leben und Wirken Sebastian Derrers dargestellt, sondern vor allem auch Methode und System, die dessen geplanter zehnbändiger Gesamtdarstellung, den Iurisprudentiae Libri, zugrunde liegen sollten. Wir sind dem Verfasser für diesen Beitrag, der unsere Kenntnis der humanistischen Jurisprudenz wesentlich vertieft, zu Dank verpflichtet.« Gunter Wesener, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung, 128/2011

»Das Buch ist ein nützlicher [...] Beitrag zur juristischen Humanismusforschung.« Jan Schröder, in: Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte, 1–2/2011

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