Sanktion, Norm, Vertrauen

Zur Bedeutung des Strafschmerzes in der Gegenwart

2018. 290 S.
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ISBN 978-3-428-15328-2
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ISBN 978-3-428-85328-1
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Beschreibung

Ist Strafe ohne Schmerzzufügung vorstellbar? Möglicherweise ist eine solche Strafpraxis sogar wünschenswert. Zwar stehen dagegen sowohl alltägliche Intuitionen wie auch elaborierte Rechtfertigungsversuche. Diese Intuitionen und Rechtfertigungen enthalten Richtiges, doch können sie die Notwendigkeit des Strafschmerzes nicht überzeugend begründen. Zu entwickeln ist daher, wie eine Transformation der gegenwärtigen Sanktionspraxis aussehen kann. Ein geeigneter Fluchtpunkt, so die vorgetragene Überlegung, liegt in der unserer Lebensform zugrunde liegenden Praxis des Gewährens und Entziehens von Vertrauen.

Inhaltsübersicht

A. Einleitung

Spiegelfechtereien – Gang der Bearbeitung – Intuitive Begründungen für die Schmerzzufügung

B. Straftheoretische Begründungsvorschläge

Intrinsische Begründungen: Der Strafschmerz ist im Unrecht – Strafschmerz im aufgeklärten Eigeninteresse (Norbert Hoerster) – Klugheitsgrund und Opfersolidarisierung (Tatjana Hörnle) – Schmerz für die Wirklichkeit der Norm (Günther Jakobs) – Die Pflicht zur Mitwirkung am gemeinsamen Projekt der Freiheit (Michael Pawlik) – Der Schmerz, der richtig stellt (Jean Hampton) – Strafschmerz als Einlösung der Notwehrpflicht (Victor Tadros) – Der Strafschmerz als Reue (Antony Duff)

C. Strafen ohne Schmerzzufügung

Konventionalität des Strafschmerzes und Bindung der Worte – Sanktionalität und Normativität (Robert Brandom) – Was es heißt, normativer Kontoführer zu sein – Inklusion durch Gründe – Elektroschock – Stellung des Verletzten in der Straftheorie – Praktische Entwicklungschancen – Schlussbetrachtung

Literatur- und Stichwortverzeichnis

Pressestimmen

»Dazu hat er mit dem vorliegenden Buch einen gedankenreichen und hoffentlich weiteres Nachdenken anregenden Entwurf vorgelegt, der eindrucksvoll demonstriert, wie selbstverständlich gängige Straftheorien davon ausgehen, dass Strafe nur als nachhaltig spürbares Übel denkbar ist. Obwohl es ihm gerade nicht um eine Abschaffung, sondern letztlich um eine Humanisierung von Strafe geht, wäre eine Auseinandersetzung mit parallelen Argumentationen abolitionistischer Herkunft möglicherweise ebenso lohnenswert wie mit der international einflussreicheren Bewegung unter der Überschrift restorative justice.« Prof. Dr. Axel Dessecker, in: Goltdammer´s Archiv für Strafrecht, 7/2019

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