Regulierungswettbewerb im Gesellschaftsrecht

Zur Funktionsfähigkeit eines Wettbewerbs der Rechtsordnungen im europäischen Gesellschaftsrecht

2003. Tab., Abb.; 312 S.
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Beschreibung

Das europäische Gesellschaftsrecht hat in den letzten Jahren nicht zuletzt durch die Rechtsprechung im Fall Centros eine dynamische Entwicklung genommen. Um die Durchsetzung des Binnenmarktes auch im Bereich der Niederlassungsfreiheit von Gesellschaften zu erreichen, stehen die Mitgliedstaaten vor der Frage, ob das europäische Gesellschaftsrecht auf EU-Ebene vereinheitlicht werden sollte oder ob die gegenseitige Anerkennung von Gesellschaften die bessere Politikoption ist. Im Falle der gegenseitigen Anerkennung kommt es zu einem Regulierungswettbewerb zwischen den Gesellschaftsrechten. Führt dieser Regulierungswettbewerb jedoch zu einem »race to the top« oder zu einem »race to the bottom«? Neben der Klärung dieser Frage wird vor allem untersucht, welche Rolle der Pfadabhängigkeit gesellschaftsrechtlicher Regeln im europäischen Kontext zukommt und inwiefern sich der europäische Fall vom US-amerikanischen unterscheidet. Besondere Beachtung wird zudem der Gestaltung des Kollisionsrechts geschenkt, das als Meta-Ordnung eines funktionsfähigen Regulierungswettbewerbs im Gesellschaftsrecht verstanden wird.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: A. Einführung in die Problemstellung: Wettbewerb zwischen Gebietskörperschaften in der Theorie der Wirtschaftspolitik: Wettbewerbsföderalismus - Gesellschaftsrecht und das Problem der Niederlassungsfreiheit in Europa - Weiteres Vorgehen - B. Wettbewerb zwischen Gebietskörperschaften und das Ordnungsproblem: Der Beitrag der Konstitutionenökonomik zur Gestaltung von Wirtschaftsordnungen - Wettbewerb zwischen Gebietskörperschaften als Problemlösungsmechanismus institutioneller Probleme? - Zur Notwendigkeit einer Ordnung für den Wettbewerb zwischen Gebietskörperschaften - C. Die Bedeutung des Gesellschaftsrechts aus der Perspektive der Theorie der Firma: Einleitung - Vertragstheoretische Ansätze der Theorie der Firma - Zusammenfassende Begründung für eine staatliche Regulierung des Gesellschaftsrechts - Zum Regelungsgehalt des Gesellschaftsrechts - D. Die empirische Bedeutung des gesellschaftsrechtlichen Regulierungswettbewerbs und die Unterscheidung verschiedener Regulierungswettbewerbstypen: Zur empirischen Bedeutung des gesellschaftsrechtlichen Regulierungswettbewerbs - Regulierungswettbewerbstypen - E. Zur Funktionsfähigkeit des Wettbewerbs zwischen Gesellschaftsrechten: Normative Grundhypothesen zur Funktionsfähigkeit des Wettbewerbs im Gesellschaftsrecht - Markttheoretische Erklärungsansätze - Politökonomische Erklärungsansätze - Pfadabhängigkeit als Erklärungsmuster - Zusammenfassung und Würdigung - F. Mögliche Elemente einer Wettbewerbsordnung für den Wettbewerb im Gesellschaftsrecht: Das Wissensproblem beim Design einer geeigneten Metaordnung - Lösung des Anreizproblems durch Einführung einer "franchise tax" - Gewährung von Freizügigkeit für Richter und Anwälte - Kollisionsrecht als Metaordnung für den gesellschaftsrechtlichen Regulierungswettbewerb - Residuale Kontrollrechte und Rechtsföderalismus - Die Bedeutung von Metaregeln zur Lösung des Problems institutioneller Komplementaritäten - Zwischenfazit - G. Niederlassungsfreiheit juristischer Personen in der europäischen Union - ein Ausblick: Eine Prüfliste für die Ingangsetzung eines Regulierungswettbewerbs - Ausgewählte Einzelaspekte der Niederlassungsfreiheit - H. Fazit - Literatur- und Sachverzeichnis

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