Rechtsphilosophie nach 1945

Zur Geistesgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

2012. 75 S.
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ISBN 978-3-428-13803-6
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ISBN 978-3-428-53803-4
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Beschreibung

Statt der abstrakten Definition philosophischer Hauptströmungen scheint es fruchtbarer, die Phasen rechtsphilosophischen Denkens nach 1945 im Kontext der politisch-sozialen, kulturellen und wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Bundesrepublik zu betrachten. Dabei geht es nicht um fest umrissene Zeiträume. Doch lassen sich schwerpunktmäßig vier Perioden unterscheiden. Der »Naturrechtsrenaissance« der konservativen Konsolidierung der westdeutschen Gesellschaft folgt in einer Zeit der Reformen und Zukunftsplanungen eine Modernisierungswelle des Rechtsdenkens. Die Krise des Sozialstaats aber bringt gegen alle theoretischen Analysen des Rechts die praktische Philosophie mit ihrem Zentralbegriff der Gerechtigkeit zurück. In der Weltgesellschaft der Globalisierung schließlich beschäftigt sich das wieder vereinte Deutschland mit der Universalisierbarkeit der europäischen Menschenrechte.

Inhaltsübersicht

Einleitung

I. Die Naturrechtsrenaissance

Christliches Naturrecht – Existenzialistisches Naturrecht – Wertphilosophie des Rechts und »Radbruch'sche Formel« – Ende der Naturrechtsrenaissance: Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland als »objektive Wertordnung«

II. Zeit der Reformen, Planungen und Theorien

Reformen und Planungen – Theorien – Analytische Rechtstheorie und Methodendiskussion – Der hermeneutische Kontrapunkt: Sinnverstehen statt objektiver Analyse

III. Der Sozialstaat in der Krise

Rehabilitierung der praktischen Philosophie und Rückkehr der Gerechtigkeitsidee: Das Ende des Traums vom stetig steigenden Wohlstand und die neue Utopie der sozialen Gerechtigkeit – Über politische und soziale Gerechtigkeit – Das prozedurale Rechtsverständnis der Diskurstheorie

IV. Ankunft in der Weltgesellschaft. Konstitutionalisierung des Völkerrechts und Universalismus der Menschenrechte

Literaturverzeichnis

Pressestimmen

»Die kleine aber sehr gehaltvolle Schrift wendet sich in den Eingangs-Kapiteln vornehmlich an Verfassungs- und Staatsrechtler, gegen Ende aber auch an allgemein politisch interessierte Leser und darf all jenen zur Lektüre empfohlen werden, die auf engem Raum eine Orientierung über den geistig-rechtlichen Rahmen der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte suchen.« Bernd M. Malunat, in: Zeitschrift für Politik, 3/2014

»Hofmanns Argumentation ist ungemein dicht und überzeugend. Das Buch entlastet von großer Lektürearbeit und fasst virtuos rechtsphilosophische Entwicklungslinien zusammen.« Dr. Wolfgang Hellmich, in: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie, Bd. 100, 1/2014

»Hofmanns Darstellung der deutschen Rechtsphilosophie gehört zu den wenigen fundierten Gesamtdarstellungen dieses Themas, und ist zweifellos die aktuellste.« Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, in: JuristenZeitung, 21/2013

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