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Rechtsforschung, Rechtspolitik und Unternehmertum

Gedächtnisschrift für Prof. Edgar Michael Wenz

1999. Frontispiz, Abb.; 516 S.
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98,00 €
ISBN 978-3-428-09629-9
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88,90 €
ISBN 978-3-428-49629-7
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Preis für Bibliotheken: 114,00 € [?]
117,90 €
ISBN 978-3-428-79629-8
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Preis für Bibliotheken: 150,00 € [?]

Beschreibung

Edgar Michael Wenz war Professor für Rechtssoziologie und Wirtschaftsrecht an der Universität Würzburg und Inhaber eines mittelständischen Unternehmens in Mainfranken. Diese Aufsatzsammlung gibt einen Einblick in sein wissenschaftliches Werk. Wenz hatte stets folgende Grundfragen im Auge: Gesellschaft und Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, Politik und Ethik, Akzeptanz von Norm, Recht und Gesetz, Konsens statt Konflikt. In der Systematik der Disziplinen setzte er Prioritäten zunächst in der Rechtssoziologie, sodann mehr und mehr in der Gesetzgebungslehre. Rechtshistorisches verlor er nie aus dem Auge. "Politische Zwischenrufe" bezeugen seine engagierte Anteilnahme an der Gestaltung der Gesellschaft. Das gilt insbesondere für das Thema "Rechtliche Rahmenbedingungen der sozialen Marktwirtschaft" und die Suche nach dem richtigen Weg zur Vollendung der Wiedervereinigung Deutschlands.

Im Mittelpunkt des Wenzschen Œuvres stehen Arbeiten zur Rechtssoziologie. Ihn interessierten etwa Institutionen zur Verbesserung der Akzeptanz von Gerichtsentscheidungen, also Rechtsakten, durch die Einrichtung sog. "Wissenschaftsgerichtshöfe". Kritisch und weiterführend setzte er sich mit Theodor Geigers Reaktionstheorie sowie - auch aus praktischer und unternehmerischer Erfahrung - mit dem modernen Umweltrecht auseinander.

Die Anlehnung an Geiger ist auch bei Wenz' Beiträgen zur Entwicklung einer Gesetzgebungslehre offensichtlich. Es ist die Notwendigkeit der Akzeptanz der Normen, die eine (exante-) Evaluation der Gesetzentwürfe erfordert. Schon früh sprach sich Wenz für eine Eindämmung der Normenflut aus und empfahl den Erlaß von Zeitgesetzen. Aus weiterer Beschäftigung mit Effektivitätsproblemen in der Gesetzgebung entwickelte Wenz ein rechtspolitisches Fünf-Punkte-Postulat an den Gesetzgeber: Er müsse Ziel und Zweck des Vorhabens beschreiben, Kriterien angeben, nach denen der Grad der Zielerreichung festgestellt werden könne, auch festlegen, in welcher Zeit - und in welchen Zwischenstufen - das Ziel erreichbar sei, in welchen Zeitabständen der Grad der Zielerreichung zu messen sei und welche Meßmethoden dabei anzuwenden seien. Als heutiger Leser muß man feststellen, daß dieser Katalog detailliert werden kann - und auch detailliert worden ist -, daß die Bemühungen um den "Schlanken Staat" aber um einen Meilenschritt vorankämen, wenn der Gesetzgeber diese fünf Wenz'schen Punkte regelhaft beachtete.

Inhaltsübersicht

Inhalt: Schriften von E. M. Wenz: Die Entwicklung der Gewerbefreiheit in Bayern. Eine historische, dogmatische und rechtsvergleichende Darstellung - Wann braucht der Große Befähigungsnachweis nicht erbracht zu werden? - Verfahrensänderung zur Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Genehmigung von umweltrelevanten Großvorhaben? - Einführung in die theoretische Rechtssoziologie - Zum 100. Geburtstag von Theodor Geiger: Der heutige Diskussionsstand zur Rechtssoziologie Theodor Geigers - Die Reaktionstheorie - rechtstheoretische Voraussetzung für die Rechtsforschung - Von der Rechtsforschung zur Gesetzgebung. Gedanken zur Rechtssoziologie Theodor Geigers - Fragen von Naturwissenschaft und Technik an Rechtsphilosophie, Rechtstheorie, Rechtsdogmatik und Rechtssoziologie - Die forschungsbegleitete Gesetzgebung - Können Wissenschaftsgerichtshöfe dazu beitragen, Akzeptanzkrisen der Großtechnologie zu lösen? - Der "Science court": und er nützt doch! - Die Akzeptanzkrise als Legitimationskrise - Können "Wissenschaftsgerichtshöfe" weiterhelfen? - Das Mißverständnis mit den "Wissenschaftsgerichtshöfen" - Abgeordneten-Diäten - Der Skandal ist die Kostenpauschale - Ein "Wirtschaftswunder" kann nicht versprochen, es muß erarbeitet werden - Die Diätenhöhe ist unbedenklich - Kostenpauschalen sind Rechtsbruch im Verfassungsrang - Taumelt Europa in den Justizstaat? - Freiheit, Sicherheit und Eigenverantwortung - Ökologische Marktwirtschaft - Chancen und Grenzen. Umweltschutz am Prüfstein der sozialen Marktwirtschaft - Vom Brot und Entwicklungshilfe - Unsere Aufgabe: Die Entwicklungsländer - Michael Ignaz Schmidt als "erster deutscher Geschichtsschreiber" - Fanny von Arnstein, eine bedeutende Frauengestalt - Backen und Umwelt - Erfahrungen mit Stikkenöfen - Einflußgrößen. Ermittlung von Kennzahlen für Backöfen und Backanlagen - Das Sicht- und Duft-Backen - Was es sonst noch zu sagen gäbe ... - U. Karpen, Edgar Michael Wenz: Leben, Werk, Wirkung - D. Willoweit, Selbstbindung absoluter Herrschermacht durch Verwaltungsgesetzgebung. Eine staatssoziologische Problematik im Vorfeld der Aufklärung - M. Jaroschek, Das Werk Max Webers in der internationalen Wissenschaft - K. F. Röhl, Vorlagepflichten als Auslegungsverbote - G. Habermann, Zum Thema "Politiker und Staatsmann". Eine Skizze - C. Böhret, Reform der Staatstätigkeit durch experimentelle Rechtsetzung - K. Adomeit, Arbeitsrecht und Ökonomie - U. Weber, Begrenzung des Strafrechts durch die Toleranz und Sicherung der Toleranz durch das Strafrecht

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