Rechtfertigungsgründe im Wirtschaftsstrafrecht
2016. 456 S.
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ISBN 978-3-428-14782-3
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ISBN 978-3-428-54782-1
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ISBN 978-3-428-84782-2
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Beschreibung

Die Arbeit behandelt die Frage, weshalb im gesellschaftlich wie juristisch umstrittenen Wirtschaftsstrafrecht bewährte Strafausschließungsgründe kaum je zugunsten des Angeklagten herangezogen werden. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass sich die erprobten Strukturen des Allgemeinen Teils des StGB am Wirtschaftsleben des 21. Jahrhunderts »fortentwickeln« lassen und in von Rechtsunsicherheit geprägten Kontexten Orientierung stiften können. Ableiten lässt sich dies einerseits aus weniger aufgearbeiteten Fragen der Rechtfertigungslehre wie »Notwehr zwischen Unternehmen«, »Geldnotstand« und »Wirtschaftsnotstand«. Andererseits werden aktuelle Themenfelder wie etwa die strafrechtliche Würdigung externen Whistleblowings, das Eskalationsrecht eines Compliance Officers oder die Vorstandshaftung im Falle von sog. »nützlichen Pflichtverletzungen« auf einen Anwendungsbereich der Rechtfertigungslehre hin untersucht.

Inhaltsübersicht

1. Teil: Einführung

Rechtsfertigungsgründe im Wirtschaftsstrafrecht als Gegenstand der Untersuchung – Gang der Darstellung

2. Teil: Überlegungen zu den Grundbegriffen der Arbeit. Wirtschaftsstrafrecht, Rechtswidrigkeit und Rechtfertigung

Der Begriff des Wirtschaftsstrafrechts – Strukturprinzipien von Rechtfertigungsgründen und der Ausschluss strafrechtlichen Unrechts durch Erlaubnissätze

3. Teil: Die allgemeinen Rechtfertigungsgründe im Wirtschaftsstrafrecht

Die Notwehr – Der rechtfertigende Notstand – Die rechtfertigende und die mutmaßliche Einwilligung – Rechtfertigungsgründe im Unterlassungsdelikt

4. Teil: Weitere Fragestellungen des Wirtschaftsstrafrechts mit Bezug zur Rechtfertigungslehre

Berufsbedingtes Verhalten und Rechtswidrigkeit – Verwaltungsakzessorietät, behördliche Erlaubnis und Rechtfertigung, insbesondere im Kapitalmarktstrafrecht – Weisungen in Betrieben bzw. Unternehmen und Rechtfertigung des Angewiesenen bei drohendem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes – Strafrechtlich bedeutsame Pflichtenkollisionen mit Bezug zum Gesellschaftsrecht – Pflichtenkonflikt zwischen arbeitsstraf- und gesellschaftsrechtlicher Haftung – Rechtfertigunggründe im Umfeld von unternehmerischer Compliance und Whistleblowing

5. Teil: Zusammenfassung der Ergebnisse und Konklusion

Übersicht über die wichtigsten Ergebnisse zum Einsatz von Erlaubnissätzen im Wirtschaftsstrafrecht – Resümee zu Rechtfertigungsgründen im Wirtschaftsstrafrecht

Literaturverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Pressestimmen

»Verf. hat ein großes und so gut wie vollständiges Werk zur Rechtfertigung im Wirtschaftsstrafrecht vorgelegt.« Prof. em. Dr. Dr. Klaus Tiedemann, in: JuristenZeitung, 11/2016

»$aSpäth§z hat eine gut lesbare Arbeit vorgelegt, die einen umfassenden Überblick über die wirtschaftsstrafrechtlichen Fallgestaltungen gibt, in denen die Rechtfertigungsgründe bei der Lösung der dort aufgeworfenen Fragen eine Rolle spielen können.« Dr. Christian Brand, in: Zeitschrift für Wirtschaftsstrafrecht und Haftung im Unternehmen, 6/2016

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