Recht als spontane Ordnung

Die Genese eines evolutionär-emergenten Rechtsverständnisses

2022. 249 S.
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ISBN 978-3-428-18489-7
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ISBN 978-3-428-58489-5
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Beschreibung

Was ist Recht? Auf diese Frage eröffnet das spontane Ordnungsdenken eine neue Perspektive, in der das Verständnis einer evolutionär-emergenten Bildung sozialer Ordnungen nutzbar gemacht wird. Dabei stellt dieses Verständnis des Rechts als genossenschaftliches Phänomen einen Kontrapunkt zum vorherrschenden obrigkeitlichen Rechtsverständnis dar, welches Recht als etatistisches Phänomen eines Subordinationsverhältnisses auffasst. Ein Verständnis der Emergenz des Rechts aus der Interaktion der Rechtssubjekte berücksichtigt die Gesamtheit des impliziten kulturellen Kontexts informeller Normen bei der Analyse der formalisierten Rechtsordnung. Die ideengeschichtliche Entwicklung des Konzepts des spontanen Ordnungsdenkens wird über einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten nachgezeichnet und auf gegenwärtige Herausforderungen der Rechtswissenschaften angesichts der gesteigerten sozioökonomischen Komplexität und Dynamik einer global arbeitsteiligen und digital vernetzten Welt angewendet.

Inhaltsübersicht

I. Recht als spontane Ordnung

II. Die Spanische Spätscholastik und der gerechte Preis

III. Die Common-Law-Gelehrten im 17. Jahrhundert

IV. Bernard Mandeville: Private Laster und öffentliche Wohlfahrt

V. Die Schottische Aufklärung

VI. England im 19. Jahrhundert: Die Evolutionstheorien Herbert Spencers und Charles Darwins

VII. Deutschland im 19. Jahrhundert: Friedrich Carl von Savigny und die Historische Rechtsschule

VIII. Rudolf von Jhering: Der Kampf ums Recht

IX. Die Österreichische Schule der Nationalökonomie: Der unreflektierte Ursprung sozialer Phänomene

X. Michael Polanyi: Die Spontaneität einer dynamischen Ordnung

XI. Friedrich August von Hayek: Die Zwillingsidee von sozialer Evolution und spontaner Ordnung

XII. Die Entnationalisierung des Rechts: eine spontane Rechtsordnung für das 21. Jahrhundert

XIII. Fazit

Literatur- und Sachverzeichnis

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