Politik und Transzendenz

Ordnungsdenken bei Carl Schmitt und Eric Voegelin

2009. 218 S.
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ISBN 978-3-428-12599-9
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ISBN 978-3-428-52599-7
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ISBN 978-3-428-82599-8
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Beschreibung

»Politik und Transzendenz« bezeichnet zwei fundamentale Größen der westlichen Moderne, die in verschiedene Richtungen weisen. Politik erscheint als ein überzeitlicher Begriff. Politik interessiert, wie die Menschen ihr Zusammenleben organisieren. Transzendenz hingegen erscheint dem Menschen des Westens als ein Begriff der Vergangenheit, der für die Politik keine Rolle mehr spielt. Das Verbindungsgefüge zwischen diesen beiden Größen steht am Anfang des 21. Jahrhunderts kaum noch auf der Tagesordnung - nachdem es jahrhundertelang Gegenstand fundierter, vielfältiger Betrachtung war.

Claus Heimes stellt erneut die Frage nach der Verbindung dieser beiden Größen, wobei er sein Augenmerk auf zwei Autoren richtet, die das Denken der politischen Philosophie im 20. Jahrhundert geprägt und der Diskussion des 21. Jahrhunderts enorm viel zu bieten haben: Carl Schmitt und Eric Voegelin – zwei Autoren, die in ihrer Umstrittenheit und Strahlkraft kaum zu überschätzen sind.

Der Autor dringt in die innersten Zusammenhänge des Denkens von Schmitt und Voegelin vor. Es wird deutlich, dass der Ausgangspunkt des politischen Denkens in beiden Fällen im Bezug des Denkers zur Transzendenz zu finden ist. Dort werden die Ordnungserfahrungen gemacht, die politisches Denken erst ermöglichen. Politische Theorien, deren Bezugsgrößen alleine innerweltlich, also immanent bleiben, sind ephemer und gefährlich. Erstmals zeigt der Autor, wie eng die Denkwege des vom NS-System verfolgten Voegelin mit denen des zeitweiligen Parteigängers Schmitt beieinander liegen. Neben den modernen Auffassungen gibt es politische Grundlagen, die es wert sind, gehört und bedacht zu werden.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: 1. Einleitung - 2. Antipositivistische Staatslehre: Staatslehre zwischen Hans Kelsen und Carl Schmitt? - Voegelins Auseinandersetzung mit und Abgrenzung von der Reinen Rechtslehre - Die Existenzform der Gesellschaft als Herkunft der Normen: Carl Schmitts Politische Theologie und der Begriff des Politischen - Eric Voegelins Interpretation von Carl Schmitts politischer Einheit als Ideologie - Staatsrecht vs. Staatslehre? Die unterschiedlichen Perspektiven Voegelins und Schmitts - 3. Grammatik der Ordnung: Carl Schmitt - Eric Voegelin - Politische Theologie - 4. Die Geschichte der Moderne als Geschichte der Immanentisierung: Entfremdung und Hybris: Der Weg der Moderne - Sinnlosigkeit der Immanenz - 5. Theorie und Praxis - Philosophie und Rechtswissenschaft: Eric Voegelin und die Rolle des Politischen Philosophen - Carl Schmitt und die Figur des Juristen - Unvereinbarkeit der Rollenverständnisse und moralische Fallstricke - 6. Abschlussbetrachtung - Literatur- und Sachwortverzeichnis

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