Platons Idealstaat und das Staatsrecht der Gegenwart

Vergleiche – Anregungen – Mahnungen in den »Gesetzen«: Zu einem »Bildungsstaat«

2014. 140 S.
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Beschreibung

Platons »Gesetze« sind, aufbauend vor allem auf seiner »Politeia«, der erste große Entwurf einer Staatslehre, ja einer Verfassungsordnung. Hier wird ein »Idealer Staat« vorgestellt. Diese Visionen haben, in einer langen geschichtlichen Entwicklung, stets begeistert, aber auch Kritik geweckt. Gerade neuerdings wurde darin einerseits eine totalitäre »Wächterstaatlichkeit« gesehen, zum anderen ein Vorbild kommunistischer Vergemeinschaftung. Hier wird versucht, jenseits zeitgebundener Gedanken, aus diesem monumentalen staatsphilosophischen Werk Parallelen, Anregungen, Mahnungen für das geltende Staatsrecht darzustellen. Fern mag ihm dieser platonische Idealstaat in so manchem sein – in vielem sind Platons Gesetze eine ganz erstaunliche Bereicherung für die Gegenwart – von der Kritik der Besitzgier bis zur Stellung der Frau.

Inhaltsübersicht

Einführung

A. Idealstaatlichkeit: Fragen und Direktiven zu geltendem Recht

Fragestellungen und deren Voraussetzungen – Platons Staatsgedanken: Aus einer anderen gesellschaftlich-wirtschaftlich-religiösen Welt – Fragen an Platons Staat: »Aus der Gegenwart – heraus« – Einige einstige – heutige – ewige Fragen an Platon

B. Platon und die Demokratie der Gegenwart – Grundsätzliches in historischer Nähe und Ferne

Amicus Plato – sed magis amicus Populus – Fundamentale demokratische Erwartungen – Platon und die Demokratie – Platons Philosophie – Demokratie: Nähen und Fernen

C. Die Nomoi als »Staatsrecht«

Rechtliche Betrachtung – Politeia und Nomoi: Von der Idealvorstellung zur Idealstaatlichkeit – Die Nomoi als Staatssystem – und als Einzelwege des Staatsrechts

D. Die »Nomoi« in einer Gesamtbetrachtung und das Staatsrecht der Gegenwart

Das staatsrechtliche System der Nomoi – Staatsaufgaben und Staatsorganisation – Staat und Gesellschaft – Wächterstaat? Nein: Staat als Aufgabe

E. Einzelinhalte der »Nomoi«: Nähen und Fernen zu heutigen Gesetzeslagen und Normentwicklungen

Rechtliche Parallelbetrachtung von Nomoi und gegenwärtigem Staatsrecht – Ursprung der Staatlichkeit: »Kräfte zum Staat« – Der platonische Rechtsstaat: Gesetz, Staatsziele, Staatsorgane – Erziehung – Strafrecht – Religion – Verträge – Staatsschutz

F. Vom Idealstaat zum Realstaat – Abstieg oder weiter(er) Weg?

»Nähen und Fernen«: Zugleich Thema und Ausblick – Staat als Ganzes: im platonischen System – Die Nomoi des Platon: »Verfassungs-Staat« – Und viele gesetzliche Einzelschritte – Ein Ende der Moral im Geist – Vom Machtstaat zur »Force tranquille« – Gesetz: Sieg des Geistes über die Leidenschaft – Der platonische Idealstaat als antikes Kunstwerk

Sachwortverzeichnis

Pressestimmen

»Insgesamt kann Leisners Idealstaat als zugängliche und konzise Eröffnung wesentlicher Elemente des platonischen politischen Denkens empfohlen werden.« Dr. Stephan G. Hinghofer-Szalkay, in: Zeitschrift für öffentliches Recht, Band 73, Heft 4/2018

»Leisners ›Nomoi-Interpretation‹ regt deshalb an, Platon neu zu lesen.« Dr. Klaus Kremb, in: Portal für Politikwissenschaft, online 08.01.2015

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