Personenrechte und Widerstandsrecht in der katholischen Widerstandslehre Frankreichs und Spaniens um 1600
1999. 693 S.
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ISBN 978-3-428-09413-4
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Beschreibung

Das vorliegende Buch dokumentiert die Beschäftigung des Autors mit katholischen politisch-theoretischen Schriften zum Widerstandsrecht im Frankreich der Religionskriege und im Spanien Philipps II. bzw. Philipps III. Wenn sich auch die untersuchten Werke in ihrer Rhetorik und ihrem intellektuellen Niveau stark unterscheiden, verbindet sie dennoch gleiche Thematik: Wesen von staatlicher und kirchlicher Autorität, ihre Beziehung zueinander, Religion als Angelpunkt des Staates und Widerstandsrecht.

Politische Macht, die von der Gemeinschaft auf den Herrscher deshalb übertragen wird, damit dieser für das Gemeinwohl sorgt, wird nicht nur durch dasselbe begrenzt, sondern quasi definiert. Unbegrenzte weltliche Autorität existiert per definitionem nicht. Selbst eine absolute Machtübertragung ist daher keine schrankenlose. Das Recht der politischen Gemeinschaft, ihre Interessen zu wahren, ist unveräußerbar. Auch der Papst verfügt über ein Mittel gegen den Machtmißbrauch von Herrschern: seine indirekte Gewalt in weltlichen Angelegenheiten. Die logische Folge all dieser Überlegungen ist ein Widerstandsrecht, das unter gewissen Umständen auch den Tyrannenmord beinhaltet.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht: A. Die Religionskriege im Frankreich des 16. Jahrhunderts: Die Zeit bis zum Frieden von Cateau-Cambrésis - Die unruhige Zeit vor den Religionskriegen - Der Beginn der Religionskriege - Die Zeit bis Jarnac und dem Edikt von Saint-Germain - Von der Bartholomäusnacht zum Edikt von Beaulieu - Die erste Katholische Liga - Die zweite Katholische Liga - Die Morde in Blois und das Attentat auf Heinrich III. - Heinrich IV. und der lange Weg zum Frieden - B. Die Pariser Liga: Die Anfangsphase - Der Bruch mit Heinrich III. - Paris: Stadt der Seize - Die Spannungen innerhalb der Liga und der Abstieg der Seize - Der Untergang der Pariser Liga - C. Die politische Theorie der Liga: Das Werden des Staates - Der hierarchische Gesellschaftsaufbau - Der revolutionäre Konservativismus - Der Vertrag mit Gott und dem Herrscher - Die Bedeutung des Glaubens - Der Kroneid als Herrschaftsvertrag - Das Salische Gesetz und das französische "Wahlkönigtum" - Das Gesetz der Katholizität - Das Volk - Die Stände und ihre Funktionen - Die Stellung des Parlementes - Die Stellung des Königs und die Bedeutung der Gesetze - Die Rechte des Papstes und der Kirche in weltlichen Angelegenheiten - Widerstandsrecht und Widerstandspflicht - Der Tyrannenmord - Die protestantischen Vorbilder - Heinrich III. und Heinrich IV. - D. Vier spanische Autoren: Luis Molina - Juan Mariana - Francisco Suárez - Juan Roa Dávila - E. Die politische Theorie der spanischen Theologen: Das Werden des Staates - Der Träger politischer Macht - Der Herrschaftsvertrag - Der Rechtsstaat - Der hierarchische Gesellschaftsaufbau - Die Bedeutung des Glaubens - Die Repräsentanten des Volkes - Die Beziehung zwischen dem Herrscher und dem Gemeinwesen - Der Pragmatismus von Mariana - Die Beziehung zwischen Staat und Kirche - Exemplarische Darstellung der Rechte des Individuums - Das Widerstandsrecht des Gemeinwesens - F. Abschließende Bemerkungen: Historiographischer Überblick - Zusammenfassung - G. Bibliographie: Französische Quellen - Spanische Quellen - Ergänzende Quellen - Sekundärliteratur - Personenregister - Orts- und Sachregister

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