Österreichs Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)

Eine europäische Privatrechtskodifikation. Band III: Das ABGB außerhalb Österreichs. Hrsg. von Elisabeth Berger

2010. 413 S.
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72,00 €
ISBN 978-3-428-13303-1
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ISBN 978-3-428-53303-9
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86,00 €
ISBN 978-3-428-83303-0
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Beschreibung

Am 1. Juni 1811 wurde das "Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch" (ABGB) kundgemacht und trat am 1. Januar 1812 in Kraft. Damit erhielt die Habsburgermonarchie, zeitweise unter Einschluss Ungarns, ein einheitliches Privatrecht. Das ABGB zeichnete sich in seiner ursprünglichen Fassung durch eine vernunftrechtliche und daher logische Konstruktion sowie durch eine prägnante und dennoch volkstümliche Sprache aus. Dem multinationalen Charakter Österreich-Ungarns wurde es durch eine Vielzahl von Übersetzungen gerecht. Die Darstellung seiner Geltung außerhalb der heutigen österreichischen Staatsgrenzen - in Liechtenstein, Ungarn, der Woiwodina, Kroatien-Slawonien, Polen, Tschechoslowakei und Italien - veranschaulicht ebenso wie die Erläuterung seines Einflusses auf Deutschland, die Schweiz und Serbien die maßgebliche Bedeutung des ABGB für die europäische Gesetzgebungsgeschichte.

Inhaltsübersicht

Inhalt: Vorwort - E. Berger, Das ABGB in Liechtenstein: I. Die Vorgeschichte - II. Die Rezeption des österreichischen ABGB - III. Der "Rezeptionsbruch" und seine wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - IV. Die weitere Entwicklung des liechtensteinischen ABGB - V. Resümee - C. Neschwara, Das ABGB in Ungarn: I. Forschungsstand - II. Die Einführung des ABGB - III. Die Geltung des ABGB - IV. Die Wirkungen des ABGB im Rechtsleben - V. Das Ende der Geltung des ABGB - VI. Das Fortleben des ABGB auf "ungarischem" Boden - J. Szalma, Das ABGB in der Woiwodina: I. Bürgerliche Reformbewegungen in Ungarn und ihr Einfluss auf die ungarische Sondergesetzgebung - II. Das Gebiet Südungarns (der Woiwodina) - III. Das ABGB, die ungarischen Sondergesetze sowie die Kodifikationsentwürfe - IV. Ausgaben des ABGB - V. Die Geltung des ABGB nach 1918 - VI. Zusammenfassung - N. Gavella / I. Gliha / T. Josipović / Z. Stipković, Das ABGB in Kroatien: I. Geltung und Veränderungen des ABGB in Kroatien-Slawonien und Jugoslawien (N. Gavella) - II. Der Einfluss des ABGB auf Kodifikationen in Kroatien (I. Gliha, T. Josipović) - III. Die Wissenschaft des ABGB im Gebiet von Kroatien-Slawonien (Z. Stipković) - A. Dziadzio, Das ABGB in Polen: I. Die Geltung des ABGB - II. Die Veränderungen des ABGB - III. Der Einfluss des ABGB auf die Gesetzgebungsarbeiten - IV. Zusammenfassung - W. Schubert / J. Pokorna / J. Fiala / H.-C. Krasa, Das ABGB in der Tschechoslowakei: I. Das ABGB und Entwürfe zur Neukodifikation (W. Schubert) - II. Die Wissenschaft vom ABGB (J. Pokorna, J. Fiala) - III. Die Wahrnehmung des tschechoslowakischen ABGB und seiner Wissenschaft in Österreich (H.-C. Krasa) - M. R. Di Simone, Das ABGB in Italien: I. Einführung und Anwendung - II. Die Rechtswissenschaft - III. Der Einfluss auf die italienische Kodifikation - Anhang: Übersetzungen und Ausgaben des ABGB in italienischer Sprache - B. Dölemeyer, Der Einfluss des ABGB auf die Schweiz: I. Die Gesetzbücher der "Berner Gruppe" - II. Einflüsse des ABGB auf Kodifikationen der "Zürcher Gruppe" und des Kantons Tessin - III. Kodifikationsversuch St. Gallen - IV. Schluss - B. Dölemeyer / W. Schubert, Der Einfluss des ABGB auf Deutschland: I. Das ABGB in der Zeit vor der Gründung des Deutschen Reiches (B. Dölemeyer) - II. Das ABGB in den Gesetzgebungsarbeiten des Deutschen Reiches (1873-1944) (W. Schubert) - J. Szalma, Der Einfluss des ABGB auf Serbien: I. Die Gründe für die Auswahl des ABGB als Vorbild und der Anwendungsbereich - II. Kritische Bewertungen des SBGB - III. Systematischer Vergleich - IV. Statt einer Zusammenfassung

Pressestimmen

»Weil auch die strukturellen Grundlagen der dem ABGB nachfolgenden Rechte behandelt werden, ist das Werk nicht nur für Rechtshistoriker eine wahre Fundgrube, sondern auch für alle Juristen, die sich mit internationalem Privatrecht beschäftigen. Man darf daher dem Buch eine möglichst weite Verbreitung über Deutschland und Österreich hinaus wünschen.« Johannes Holzer, in: Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht, Bd. 79, 4/2015

»Der Band füllt eine echte Lücke aus und dürfte nicht nur für die jüngere Rechtsgeschichte, sondern auch aus der Warte der europäischen Privatrechtsvergleichung ein obligates Referenzwerk werden.« Filippo Ranieri, in: Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte, 1–2/2011

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