Obrigkeitliche Armenfürsorge im deutschen Reich vom Beginn der Frühen Neuzeit bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (1495–1648)
2010. IV, 429 S.
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ISBN 978-3-428-13385-7
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Beschreibung

Hannes Ludyga behandelt unter Berücksichtigung mittelalterlicher Entwicklungslinien die obrigkeitliche Armenfürsorge im deutschen Reich vom Beginn der Frühen Neuzeit 1495 bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges. Damit widmet sich die Studie einem von der bisherigen rechtshistorischen Forschung vernachlässigten Gebiet. Die obrigkeitliche Armenfürsorge in der Frühen Neuzeit umfasste die rechtlichen Normen und Ordnungssysteme, die unmittelbar eine Linderung von Armut bezweckten und von den Inhabern der politischen Gewalt stammten. Untersucht werden insoweit unter Berücksichtigung möglicher Wechselwirkungen entsprechende Normen und Ordnungssysteme des Reichs, einzelner Territorien, Städte und Dörfer. Zudem analysiert der Autor die Lehren von Theologen und Philosophen wie etwa Thomas von Aquin (1225–1274), Thomas de Vio (1469–1534) genannt Thomas Caietanus, Domingo de Soto (1495–1560), Geiler von Kaysersberg (1455–1510), Martin Luther (1483–1546), Francisco de Vitoria (1483–1546) sowie Juan Luis Vives (1492–1540) über die obrigkeitliche Armenfürsorge.

Inhaltsübersicht

A. Einleitung

Einführung in die Thematik und Gang der Darstellung – Literatur und Quellenlage

B. Die Armut an der Wende vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit

C. Die Armenfürsorge auf den Reichstagen an der Wende vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit

Der Reichstag von Worms 1495 – Die Lindauer Reichsversammlung von 1496/1497 – Der Freiburger Reichsabschied von 1498 und der Augsburger Reichsabschied von 1500 – Maximilian I. und die obrigkeitliche Armenfürsorge – Die territorialrechtlichen Bestimmungen zur Armenfürsorge

D. Die Armenordnungen der Städte seit 1520/1521

Der Reformbeginn in den Städten – Die Wittenberger Beutelordnung von 1520/21 – Die Kirchenordnung der Stadt Wittenberg von 1522 – Die Armenordnung der Stadt Augsburg von 1522 – Die Armenordnung der Stadt Nürnberg von 1522 – Die Leisniger Kastenordnung von 1523 – Die Armenordnung der Stadt Straßburg von 1523 – Die Armenordnung der Stadt Ypern im niederländischen Flandern von 1525 – Die städtischen Hebammenordnungen

E. Die Reichspolizeiordnung von 1530

Die Verabschiedung der Reichspolizeiordnung – Eingeschränktes Bettelverbot, Heimatprinzip, Ausgleichsprinzip und Prinzip der Generalprävention – Das Hospitalwesen in der Reichspolizeiordnung und die diesbezügliche Entwicklung im Reich

F. Das Edikt Karls V. für die Niederlande vom 7. Oktober 1531

G. Karl V. und die Armenfürsorge in Spanien: Die Ansichten der Moraltheologen

H. Die Reichspolizeiordnungen von 1548 und 1577 sowie die Reichskammergerichtsordnung von 1555

I. Die landesrechtlichen Bestimmungen zur Regelung der Armenfürsorge

J. Formen der geschlossenen Fürsorge

K. Weitere Regelungsmodelle bei der Armenfürsorge

L. Zusammenfassung

Quellen- und Literaturverzeichnis

Personen-, Orts- und Sachregister

Pressestimmen

»Mit seinem Werk leistet der Autor einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der frühneuzeitlichen herrschaftlichen Bemühungen um die Behebung der gehäuft auftretenden Armut. Insbesondere die mühsame Nachzeichnung der Entwicklungsstufen der normativen Maßnahmen bildet einen äußerst hilfreichen Gewinn seiner Forschung.« Felix Grollmann, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung, 129/2012

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