Normative Grundlagen der Wirtschaftsethik

Ein Beitrag zur Bestimmung ihres Ausgangsparadigmas

2008. 377 S.
Erhältlich als
86,00 €
ISBN 978-3-428-12360-5
sofort lieferbar
78,00 €
ISBN 978-3-428-52360-3
sofort lieferbar
Preis für Bibliotheken: 98,00 € [?]
104,00 €
ISBN 978-3-428-82360-4
sofort lieferbar
Preis für Bibliotheken: 134,00 € [?]

Beschreibung

Georg Trautnitz greift die Kontroverse über die systematischen Grundlagen der Wirtschaftsethik auf, die sich im Gegensatz zwischen der »Integrativen Wirtschaftsethik« von Peter Ulrich und der »Ethik mit ökonomischer Methode« von Karl Homann in paradigmatischer Schärfe zeigt.

Nach einer kritischen Diskussion und Gegenüberstellung beider Positionen entwickelt der Autor eigenständige Prinzipien der Wirtschaftsethik. Auf Grundlage transzendentalphilosophischer Argumente wird die konstitutive Funktion des Rechtsprinzips für die Interpersonalität und damit auch für jede Form ökonomischen Denkens und Handelns nachgewiesen: Individuelle Rationalität ist ohne Recht nicht denkbar. Das Rechtsprinzip widersetzt sich dabei sowohl einer ethischen (Ulrich) als auch einer ökonomischen Reduktion (Homann). Als apriorische Bedingung menschlicher Existenz gestattet es vielmehr, das ökonomische Prinzip zu rechtfertigen und damit zugleich seine notwendigen Grenzen zu bestimmen. Im Ergebnis zeigt sich eine konstitutive Wirtschaftsethik, die auf Grundlage des Primats der praktischen Vernunft die systemische Logik der Ökonomie zugleich begründet und begrenzt.

Inhaltsübersicht

1. Ethik und Wirtschaft: Die normative Auseinandersetzung mit dem Ökonomischen

Kritischer Teil

2. Die »Integrative Wirtschaftsethik« von Peter Ulrich: Verständnis philosophischer Ethik – Vernunftethik des Wirtschaftens – Kritik
3. Die »Ethik mit ökonomischer Methode« von Karl Homann: Methodischer Individualismus oder Metaphysik? – Die »Gleichursprünglichkeit« von Individualität und Kollektivität – Bewertung
4. Die Notwendigkeit einer Grundlegung der Wirtschaftsethik: Die Defizite der Positionen von Peter Ulrich und Karl Homann – Primat der Ethik und Eigenständigkeit des Ökonomischen?

Systematischer Teil

5. Ethik: Begründungsproblematik – Der Kritische Rationalismus – Die Perspektive der Letztbegründung – Die Wertstruktur – Sittlichkeit als Formalprinzip
6. Die Bestimmung des »Ökonomischen«: Die Frage nach der Geschichtlichkeit des Ökonomischen – Das Verhältnis von Ökonomik und Ökonomie – Das Ökonomische als a priori mögliche Lebenseinstellung – Die normative Berechtigung des Ökonomischen als das zentrale Problem der Wirtschaftsethik
7. Das Recht als die normative Bedingung individueller Handlungsfreiheit: Die kollektive Vereinbarkeit individueller Handlungen – Die Bedingung der Möglichkeit von Individualität – Die Wechselbeziehung von Individuen in der Sinnenwelt – Die notwendige Positivität des Rechtes
8. Grundlegung der Wirtschaftsethik: Das Ausgangsparadigma der Wirtschaftsethik – Individuelle Freiheit und ökonomischer Systemzwang – Das Grundrecht auf Partizipationsverweigerung – Inhalt, Grenze und Aufgabenbereich der Wirtschaftsethik
9. Wirtschaftsethik zwischen Moralismus und Ökonomismus

Literaturverzeichnis, Namens- und Sachregister

Pressestimmen

»[...] eine differenzierte Diskussion auf der Höhe von Ethik, Ökonomie und Recht, eine Fülle von kenntnisreich referierten Detaileinsichten [...].«
Michael Horvath, in: Zeitschrift für philosophische Forschung, Bd. 67, 2/2013

»Jedem, der die Diskussion um die wirtschaftsethische Grundlage verstehen möchte, sei dieses Buch empfohlen, da es kenntnisreich philosophische, ökonomische und juristische Argumente verknüpft.«
Georg Traumitz, in: Wirtschaft und Ethik, 22. Jg., 1/2011

Bücher aus denselben Fachgebieten

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer.