Mitdasein und Seinsfrage

Systematische Untersuchung der Interexistenzialität in Heideggers Fundamentalontologie

2021. 246 S.
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ISBN 978-3-428-18195-7
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ISBN 978-3-428-58195-5
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Beschreibung

Diese Untersuchung hat zum Ziel, das Wesensverhältnis zwischen Interexistenzialität und Seinsfrage immanent offenzulegen. Die systematische Herausarbeitung erwächst aus zwei einfachen Fragen: Wie wird der Mitmensch in der seinsvergessenden Uneigentlichkeit in seinem Sein vortheoretisch verstanden? Wie ist im Gegenzug dazu, das eigentliche Verständnis des Mitmenschen hermeneutisch-phänomenologisch zu entschlüsseln und zu exponieren? Im Rahmen der Fundamentalontologie Heideggers konstituiert sich das spezifische Thema aus Sachfeld (Interexistenzialität), Sachhorizont (Seinsfrage), Sachhinsicht (Uneigentlichkeit und Eigentlichkeit) und Leitfaden (Flucht). Der Einblick in diesen Sachzusammenhang macht ganz allgemein zweierlei sichtbar: die verstellenden Folgen der Seinsvergessenheit im Horizont der Interexistenzialität und die Grundrolle der Seinsfrage für die Gewinnung des wesensmäßigen Verständnisses und Verhaltens angesichts des Mitmenschen als jeseinig-existierendes Mitdasein.

Inhaltsübersicht

1. Dasein und Mitsein: Erörterung der Integrierung des interexistenzialen Wesensmoments in die Seinsverfassung des Da-seins: Hermeneutische Phänomenologie der Interexistenzialität – Faktizität des Miteinanderseins in der inhaltlichen Alltäglichkeit – Das wesensausmachende Mitsein und die alltäglichen Weisen der Fürsorge – Jemeinige Existenz als koordinierende Grundinstanz der Fremdbezogenheit – Mitwelt und die Problematik der apriorischen Weltlichkeit qua Bedeutsamkeit – Gemeinsame Erschlossenheit des Seins und die ursprüngliche Verständigung – Ursprungsquelle der Interexistenzialität im Faktum des Seinsverständnisses
2. Mitsein und Uneigentlichkeit: Erläuterung der seinsvergessenden Erschlossenheit in der uneigentlichen Modifikation der Sorgeverfassung: Konstitutive Unheimlichkeit des Da-seins aus der Endlichkeit der »Sorge« – Dreifache Hinsicht auf die Wurzel der Uneigentlichkeit im Vorontologischen – Das dritte Moment der Sorge-struktur und die verfallende Selbstverdeckung – Veräußerlichende Tendenz im zweidimensionierten Phänomen des Man-selbst – Die ontologische Rückstrahlung im Aufgehen in der »Welt« – Die zerstreuende Neugier in der besorgenden Suche nach Neuem
3. Uneigentlichkeit und Mitdasein: Entfaltung des uneigentlichen Verständnisses vom verstellten Mitdasein im Fluchtgeschehen: Übergang zur Ich-Du-Problematik und heuristischer Begriff »Fluchtmittel« – Verstellendes Verständnis des Mitdaseienden als Wohin der Flucht – Beleg und Unterbrechung des Fluchtgeschehens im Lichte der Angstanalyse – Das existenziale Todesphänomen in Anbetracht der Sammlung im Da-sein
4. Mitdasein und Eigentlichkeit: Anvisierung vom ontisch-ontologischen Seinlassen des jeseinigen Mitdaseins aus der jemeinigen Endlichkeit: Übergang: Selbstanzeigende Richtung der Eigentlichkeit in der Todesangst – Umschlag des vorontologischen Seinsverständnisses in der Selbstübernahme – Seinlassende Eigentlichkeit als Möglichkeitsbedingung der Ich-Du-Beziehung – Diskussion des Schweigens und Umriss des eigentlichen Gesprächs – Abschluss: Seinsvergessenheit, Mitdasein und Seinsfrage – Rückblick und ein um-kehrender Ausblick
Literatur- und Sachverzeichnis

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