Manipulation allokationsrelevanter Patientendaten

Eine systematische Analyse der internen Kommissionsberichte der Prüfungs- und Überwachungskommission bei der Bundesärztekammer

2019. 5 Tab., 3 Abb.; 290 S.
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Beschreibung

Im Sommer 2012 wurde bekannt, dass der Leiter des Lebertransplantationsprogramms des Universitätsklinikums Göttingen in einer Vielzahl von Fällen Krankendaten seiner Patienten manipuliert hatte, um diese bei der Zuteilung postmortaler Spenderorgane zu bevorzugen. Die Prüfungs- und Überwachungskommission bei der Bundesärztekammer (PÜK) führt seitdem verdachtsunabhängige und flächendeckende Stichprobenprüfungen in allen deutschen Transplantationszentren durch.

Die vorliegende Untersuchung erarbeitet mittels einer Erhebung der internen Kommissionsberichte der PÜK bezogen auf den Berichtszeitraum 2010 bis 2012 ein detailliertes Bild der zu Tage getretenen Allokationsauffälligkeiten im Bereich der Leber-, Herz- und Lungentransplantation. Zudem wird die Befugnis von Eurotransplant genauer untersucht, die Allokationsrichtlinien der Bundesärztekammer derart zu konkretisieren, dass sich (erst) daraus die für die Überprüfung der Richtlinienkonformität maßgeblichen Kriterien ergeben.

Inhaltsübersicht

A. Einleitung

Wartelistenmanipulationen vor dem Hintergrund anhaltender Organknappheit: die Ausgangslage – Gang der Untersuchung

B. Die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Organtransplantation in Deutschland

Das System der postmortalen Organspende – Die Kontrolle im Transplantationssystem

C. Der Prüfungsmaßstab

Leberallokation – Herzallokation – Lungenallokation

D. Untersuchungsziel und Methodik

Konzeption des Erhebungsbogens – Datenerhebung und Analyse – Datenschutz und Anonymität – Grenzen der Erhebung – Zur Darstellung der Ergebnisse

E. Die Ergebnisse der Kommissionsberichte

Ein Überblick – Ergebnisse der Überprüfung der Lebertransplantationsprogramme – Ergebnisse der Überprüfung der Herztransplantationsprogramme – Ergebnisse der Überprüfung der Lungentransplantationsprogramme – Zusammenfassung der wesentlichen Erhebungs-Ergebnisse

F. Anschlussfragen

Sanktionsmöglichkeiten bei Manipulationen allokationsrelevanter Patientendaten – Wesentliche Änderungen im Transplantationssystem

G. Rechtliche Grundlage und Bindungswirkung des ET-Manuals

Berechtigung von Eurotransplant zum Erlass eigener Allokationskriterien – Bindung der Transplantationszentren an das ET-Manual – Zwischenergebnis

H. Schlussbetrachtung

J. Erhebungsbogen

Literatur- und Sachverzeichnis

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