(Hrsg.)
Kirche und Staat in Mittel- und Osteuropa

Die Entwicklung des Staat-Kirche-Verhältnisses in den Transformationsländern Mittel- und Osteuropas seit 1990

2017. 264 S.
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ISBN 978-3-428-15314-5
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ISBN 978-3-428-85314-4
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Beschreibung

Die »Wende« in Mittel- und Osteuropa hat in allen Staaten des ehemals kommunistischen Machtbereichs nicht nur zu großen politischen, gesellschaftlichen und sozialen Umbruchprozessen geführt, sondern auch eine Neudefinition des Verhältnisses von Kirche und Staat erforderlich gemacht. Auch gut ein Vierteljahrhundert nach dieser »Wende« stellen sich die Beziehungen zwischen Staat und Kirche in Mittel- und Osteuropa sehr unterschiedlich dar: Teilweise gibt es formelle Abkommen zwischen Staat und Kirche, teilweise wird unreflektiert an vorkommunistische Verhältnisse angeknüpft; es gibt Beispiele fruchtbarer Kooperation zwischen Staat und Kirche, aber auch Beispiele für anhaltende Konflikte. Weiterhin spielen auch die jeweiligen historischen, religionssoziologischen und aktuellen politischen Kontexte eine große Rolle.

Der Band untersucht in exemplarischer Analyse die Situation in einzelnen besonders signifikanten Staaten und arbeitet Forschungslinien für künftige vertiefende Studien heraus.

Inhaltsübersicht

I. Grundlagen

Nikola Eterović
Recht und Religion in europäischer Perspektive

Stefan Mückl
Perspektiven der Staat-Kirche-Beziehungen in Mittel- und Osteuropa 25 Jahre nach der Wende

II. Überwiegend katholisch geprägte Länder

Marcin Stebelski
Selected Issues of Application of the Law on Religious Denominations in Courts in Poland from a Constitutional Perspective

Josip Baloban
Das Verhältnis zwischen Staat und Kirche in Kroatien

Vygantas Malinauskas
The Role of Accepted Concept of Justice in Shaping Church-State Relations in Lithuania

III. Überwiegend orthodox geprägte Länder

Cyril Hovorun
Church-State Relations in the Russian Church

Anargyros Anapliotis
Die Bedeutung der Staatsgrenzen und die Theorie des »Kanonischen Territoriums« aus der Sicht der Patriarchate von Rußland und Serbien

Aleksandar Raković
State-Church Relations in the Republic of Serbia (2000–2015)

IV. Länder mit einer religiösen Vielfalt

Balázs Schanda
Kirche und Staat in Ungarn

Emanuel Tavala
Romania, Between Tradition and Transition

V. Länder mit einer weitgehend religionslosen Gesellschaft

Damián Němec
Kirche und Staat in Mittel- und Osteuropa seit 1990. Die Tschechische Republik

Ringo Ringvee
Church-State Relationship in Estonia since 1990

Stichwort-, Personen- und Autorenverzeichnis

Pressestimmen

»Dieser Band kann mit großem Gewinn gelesen werden, denn er fügt bewährten religionsrechtlichen Vergleichsfolien (z. B. Deutschland / Frankreich) junge nicht minder reiche Erfahrungen der mittel‑ und osteuropäischen Staaten hinzu. Es ist zu hoffen, dass weitere Konferenzen, Tagungsbände und darauf gegründete vertiefende Einzelstudien folgen.« Stephan Liebchen, in: Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht, Band 63, Heft 4/2018

»Der Sammelband gibt einen guten Überblick über das vielgestaltige Kirche-Staat-Verhältnis in Mittel- und Osteuropa, wobei Mückl selbst weitergehende Forschungsfragen benennt, so z.B. das Verhältnis von europäischen und nationalem Recht.« Stefan Kube, in: Religion und Gesellschaft in Ost und West, Nr. 7-8/2018

»Die Bestandsaufnahmen erlauben einen wichtigen ersten Eindruck vor allem in die religionssoziologischen Bedingtheiten der Transformationsprozesse und ihre Übersetzung in rechtliche Ordnungsmuster.« Prof. Dr. Dr. h.c. Windfried Henke, in: Fachbuchjournal, 2/2018

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