Juristische Methodik

Band I: Grundlegung für die Arbeitsmethoden der Rechtspraxis

2013. 11., auf neuestem Stand bearb. und erw. Aufl. 1 Abb.; 701 S.
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79,90 €
ISBN 978-3-428-14188-3
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ISBN 978-3-428-54188-1
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95,90 €
ISBN 978-3-428-84188-2
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Preis für Bibliotheken: 279,00 € [?]

Beschreibung

Die Neuauflage ist auf dem aktuellen Stand von Praxis und Wissenschaft, von Problemen und Lösungsvorschlägen. Die weiterhin höchst lebhafte Diskussion ist wieder eingearbeitet worden, sei es um Differenzen klarzustellen, sei es um Synergien zu unterstützen. Das betrifft etwa alte und immer wieder in Frage stehende Themen wie ›Wortlautgrenze‹ und ›Richterrecht‹ als Fragen der Gesetzesbindung, wie Grundlagen und Technik der Abwägung, wie Realitätswandel und Normwandel, die Rolle von Ethik im Recht, Maßstäbe für die Vertretbarkeit juristischer Entscheidungen und Strukturen der Legitimation im demokratischen Rechtsstaat.

Besonderer Nachdruck liegt wieder auf der Würdigung neuerer und neuester Judikatur des Bundesverfassungsgerichts, von Verwaltungsgerichten und des Bundesverwaltungsgerichts, weiterer Oberster Gerichtshöfe des Bundes sowie des Europäischen Gerichtshofs – so z.B. zu Kirchensteuer und islamischem Schulgebet, zu Meinungs- und Pressefreiheit, zur informationellen Selbstbestimmung und zum Beamtenstreikrecht, zu Passivraucherschutz und neuen Formen von Lebenspartnerschaft, ferner etwa das Fraport-Judikat, die Urteile zum Lissabonner Reformvertrag, zu Stabilisierungsmechanismus und europäischem Rettungsschirm.

Mit diesem Schwerpunkt kehrt das Buch nicht einfach zu seinen Ursprüngen zurück, denn es hatte sie nie verlassen. Was die Praxis tut, was im lebenden Recht real vor sich geht, war von Anfang an die leitende Fragestellung gewesen. Ihr galten und gelten die sorgfältig entwickelten Vorschläge, wie die Praxis durch klarer strukturierte Begriffe reflektierend erhellt und wie sie daraus für ihre tägliche Arbeit angeregt werden kann.

Aus dem Vorwort

Inhaltsübersicht

0 Einleitung

Aufgabe einer juristischen Methodik – Thema einer juristischen Methodik – Methodik und Methodiken – Funktionen juristischer Methodik

1 Fragestellung

Voraussetzungen – Begriffe – Funktionen – Funktionen, Verfahren, Rationalität – Methodik und Politik

2 Zum gegenwärtigen Stand der Methodik des Verfassungsrechts

Rechtsprechung – Verfassungsrechtliche Methodik in der wissenschaftlichen Literatur – Bemerkungen zum Diskussionsstand – Methodik und Normtheorie

3 Entwurf einer juristischen Methodik

Grundlagen juristischer Methodik – Elemente der Normkonkretisierung (– der Normkonstruktion) – Rangordnung der Konkretisierungselemente (Elemente der Normkonstruktion)

4 Zur Formaltechnik der Fallösung

Vorbemerkung – Funktionsbestimmung

5 Grundlinien der juristischen Methodik

Vorbemerkung, Begriffe – Gesetzespositivismus, Rechtserzeugung, Norm/Fall, Norm/Wirklichkeit – Gruppen von Konkretisierungselementen – Interpretation (Normtextauslegung) – Normbereichsanalyse – Weder »objektive« noch »subjektive« Auslegungstheorie. Rangordnung der Konkretisierungselemente – Vorverständnis – Funktion juristischer Methodik – Methodik und Methodiken – Normtext, Legitimität, Spiel der Differenzen: Arbeit mit Texten in einer staatlichen Institution

6 Juristische Methodik und Rechtspolitik – Metamethodologische Fragen – Maßstäblichkeit und Konsens

Juristische Methodik und Rechtspolitik – Metamethodologische Fragen – Zu einigen Fragen von Maßstäblichkeit und Konsens in der juristischen Methodik

7 Literatur

Alphabetisches Verzeichnis – Literatur zu einzelnen Sachgebieten

Register

Pressestimmen

»Unter den allgemeinen auf Deutsch publizierten Werken über Methodologie ist die Arbeit Müllers zum Standardwerk geworden. Durch seinen Inhalt unterscheidet es sich radikal von dem, was in der Methodologie überliefert ist… Man muss zu dem Schluss kommen, dass es nicht möglich ist, sich mit irgendeinem methodologischen Aspekt der Grundlegung des Rechts zu beschäftigen, ohne sich auf das Werk F.Müllers zu beziehen.« Pablo Sánchez Ostiz zur 8. Aufl., in: Diálogo Científico, 14/2005 (übers. von F. Müller)

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